(Tokio / Japan) – Die Toyota Motor Corp. hat eine neue Generation des „Sora“ genannten Wasserstoff-Linienbusses vorgestellt. Basis ist die Plattform für batterie-elektrische Linienbusse von Isuzu Motors Ltd. Die Brennstoffzellen stammen von Toyota.

Während der Sora der ersten Generation über zehn Wasserstofftanks verfügte, nutzt das neue Modell drei Tanks mit größerem Fassungsvermögen. Brennstoffzellen und Wasserstofftanks sind auf dem Dach installiert. © Toyota Motor Corp.
Für den Antrieb sorgen zwei Motoren mit einer Leistung von jeweils 110 Kilowatt. Insbesondere die Kraftstoffeffizienz sei verbessert worden. Im Vergleich zur ersten Generation von Sora wurde die Kapazität von zehn Wasserstofftanks auf drei Tanks reduziert. Diese hätten indes ein größeres Fassungsvermögen (kumuliert rund 470 Liter), sodass trotz der Reduktion um etwa 20 Prozent die Reichweite bei einer Tankdauer von rund zehn Minuten auf über 300 Kilometer verlängert worden sei. Durch den Anschluss externer Geräte könne das Fahrzeug zudem als Notstromquelle bei Katastrophen genutzt werden.

Die sparsame Anzahl der Sitze lässt Raum für Stehplätze, Kinderwagen und Rollstühle. © Toyota Motor Corp.
Der Bus sei mit einem „Emergency Driver Stop System“ (EDSS) und einem „Driver Status Monitor“ (DMS) ausgestattet. Das bedeutet: Wenn das System erkennt, dass der Fahrer ein Problem hat, bremst das Fahrzeug ab und hält an. Um die Sicherheit auch an Hanglagen zu gewährleisten, aktiviere das System anschließend automatisch die Feststellbremse. Ein vorderer Totwinkel-Monitor erkennt Fußgänger und Fahrräder vor dem Fahrzeug, was die Unfallgefahren reduzieren soll.

Rollstühle lassen sich mit einem Sicherungssystem im Boden verankern. © Toyota Motor Corp.
Der Fahrgastraum verfügt über einen komplett flachen Boden ohne Stufen. Dies erhöhe die Sicherheit insbesondere für Fahrgäste mit Rollstühlen oder Kinderwagen. Es werden vier Varianten mit unterschiedlichen Sitzanordnungen angeboten. Für den innerstädtischen Verkehr stehen beispielsweise 69 Plätze (19 Sitz- und 50 Stehplätze) zur Verfügung. Damit wurde das Angebot gegenüber dem Vorgängermodell um zehn Plätze reduziert. Einen Zeitplan zur Markteinführung nannte Toyota nicht.
12 Jahre Brennstoffzellen-Fahrzeuge
2014 wurde mit dem Pkw „Mirai“ das erstes Fahrzeug mit Brennstoffzellen eingeführt und in mehr als 30 Länder verkauft. 2018 brachte Toyota die erste Generation von Sora auf den Markt. Seit 2019 liefert Toyota zudem Brennstoffzellensysteme für Züge und stationäre Generatoren, aber auch für Busse, die in Kooperation mit dem portugiesischen Busbauer Fabricação de Carroçarias, S.A. (CaetanoBus) auch in Europa unterwegs sind. Das Unternehmen ist ein Joint Venture von Toyota Caetano Portugal (62 Prozent) und dem japanischen Handelskonzern Mitsui & Co,
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Toyotas neuer Brennstoffzellenbus „Sora“. © Toyota Motor Corp.



