(Hordain / Frankreich) – Der Autobauer Stellantis N.V. mit Hauptsitz in den Niederlanden will in seinem Werk Hordain in der französischen Region Hauts-de-France künftig serienmäßig leichte Nutzfahrzeuge von Peugeot, Citroën und Opel in wasserstoffbetriebener Version mit Brennstoffzellen bauen. Nach Angaben von Stellantis-Geschäftsführer Carlos Tavares unterstreiche man damit das Vorhaben, „in Frankreich in die fortschrittlichsten Technologien zu investieren und die kohlenstoffarme Mobilität zu fördern“.

Die wasserstoffbetriebenen Fahrzeuge werden auf der „Multi-Energy“-Produktionslinie montiert. Die Brennstoffzellenmodelle durchliefen nach dem Karosseriebau die Schritte der Lackierung und Montage auf der gleichen Produktionslinie wie Verbrenner- und Elektrofahrzeuge, so das Unternehmen.

In der Endfertigung werde ein spezielles Team den Wasserstofftank, die zusätzlichen Batterien und die Brennstoffzelle einbauen. Dadurch halbiere sich die Zeit der Modellanpassung im Vergleich zum früheren Kleinserienverfahren, bei dem die Montage der Brennstoffzelle im Rahmen einer Pilotproduktion in Rüsselsheim erfolgte.

Fördermittel vom Staat

Die Serienproduktion der Wasserstoffversion für leichte Nutzfahrzeuge werde finanziell durch den französischen Staat unterstützt und erfordere Investitionen in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Fahrzeuge „K-Null“ mit Brennstoffzelle seien auf die Bedürfnisse der gewerblichen Nutzer ausgerichtet, die lokal emissionsfreie Lösungen mit einer hohen Reichweite (400 Kilometer), einer schnellstmöglichen Betankungszeit (drei Minuten) und unveränderter Ladekapazität (1.000 Kilogramm Nutzlast) benötigen.

Stellantis N.V. entstand im Januar 2021 als Holding aus der Fusion der Automobilkonzerne Fiat Chrysler Automobiles und Groupe PSA. Zu den Marken gehören unter anderem Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot und Vauxhall. Das Werk Hordain ist das Zentrum des Konzerns für Nutzfahrzeuge.

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Wasserstoffbetriebener Lieferwagen von Peugeot. © Stellantis N.V.

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Produktionshalle im Werk Hordain. © Stellantis N.V.

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