(Bukarest / Rumänien) – Der Ölkonzern OMV Petrom S.A. erweitert die jüngst fertig gestellte 20-Megawatt-Elektrolyse in seiner Pretrobrazi-Raffinerie um 35 Megawatt auf nunmehr 55 Megawatt. Dafür seien nun alle Module auf dem Gelände eingetroffen. Nach der Inbetriebnahme würden mit der zweiten Anlage jährlich etwa 4.700 Tonnen grüner Wasserstoff aus erneuerbarem Strom produziert. Kumuliert betrage die Jahresproduktion dann etwa 8.000 Tonnen.

Lieferant der Elektrolyseure für beide Bauabschnitte ist die Neumann & Esser GmbH aus Nordrhein-Westfalen. © OMV Petrom S.A.
Das zweite grüne Wasserstoffprojekt bestehe aus sieben Elektrolysemodulen mit jeweils fünf Megawatt Leistung der Neuman & Esser GmbH aus Übach-Palenberg (Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen hatte auch schon die Module für den 20-Megawatt-Elektrolyseur geliefert (mehr dazu). Bauarbeiten, Logistik, Bauteilfertigung und Modulmontage erfolgten auch bei der erweiterten Anlage wie zuvor in Partnerschaft mit lokalen Zulieferern. Das 35-MW-Projekt erhält einen Zuschuss in Höhe von 29 Millionen Euro aus dem Topf von Rumäniens Nationalen Erholungs- und Resilienzplan (PNRR).
Die Pläne von OMV Petrom, an dem der österreichische Petrochemiekonzern OMV AG die Mehrheit hält, erfordern den Angaben zufolge Gesamtinvestitionen von 750 Millionen Euro. Der grüne Wasserstoff werde in Raffinerieprozessen eingesetzt, unter anderem für die Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) sowie Kraftstoffe aus Pflanzen- und Abfallölen (HVO). „Wir treiben außerdem den Bau einer SAF/HVO-Anlage mit einer Kapazität von jährlich 250.000 Tonnen voran“, sagt Radu Căprău, Mitglied des Exekutivvorstands für Raffinerie und Marketing. Damit werde OMV Petrom „zum ersten großen Produzenten nachhaltiger Kraftstoffe in Südosteuropa“ (mehr dazu).
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OMV Petrom erweitert seinen 20-MW-Elektrolyseur auf 55 Megawatt. © OMV Petrom S.A.



