(Kassel / Deutschland) – Der Ferngasnetzbetreiber Gascade Gastransport GmbH trifft Vorbereitungen für den Bau der geplanten „Hybor“ genannten Wasserstoffpipeline durch Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. In dem „Scooping“-Verfahren werde gemeinsam mit den Behörden sowie Trägern öffentlicher Belange „der Untersuchungsrahmen für die weiteren Umweltprüfungen festgelegt“. Dies sei die Basis für die anschließende Umweltverträglichkeitsprüfung und das Planfeststellungsverfahren.

Untersuchungen von Flora und Fauna

Bereits seit Ende 2025 liefen den Angaben zufolge entlang der geplanten Trasse vorbereitende Untersuchungen. Dazu zählten umweltfachliche Kartierungen von Flora und Fauna sowie Baugrunduntersuchungen. Ziel sei es, die örtlichen Gegebenheiten frühzeitig zu erfassen und die weitere Planung an Natur- und Standortbedingungen auszurichten, so das Unternehmen. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens sei 2027 vorgesehen.

Termine der Informationsveranstaltungen zur „Hybor“-Pipeline. (Stand: 27. April 2026) © Gascade Gastransport GmbH (Screenshot)

Die 120 Kilometer lange Trasse verläuft von Bobbau (Sachsen-Anhalt) bis Rückersdorf (Thüringen) und verbindet als Lückenschluss bestehende Leitungen, die künftig auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Die Pipeline ist Teil des deutschen Wasserstoffkernnetzes und soll bis 2029 fertiggestellt werden. Gascade hat für Mai eine Reihe von Bürgerveranstaltungen in den betroffenen Regionen angekündigt. Dort informiert das Projektteam über den aktuellen Planungsstand.

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Gascade bereitet die geplante Wasserstoffpipeline „Hybor“ für drei Bundesländer vor. © Gascade Gastransport GmbH