(Hamburg / Deutschland) – Auch in diesem Jahr öffnen wieder bundesweit Labore, Institute, Organisationen und Unternehmen Tür und Tor für Besucher: Vom 20. bis 28. Juni gibt es im Rahmen der diesjährigen „Woche des Wasserstoffs“ (WdW) zahlreiche Veranstaltungen. Initiativen, Verbände, aber auch Städte und Kommunen offerieren kostenfrei Vorträge und Filme, organisieren Straßenfesten und Expertengespräche. Die Initiatoren haben viele Dutzend Angebote mit Theorie und Praxis für ein breites Publikum zusammengetragen – und es kommen immer noch weitere hinzu. Einige Beispiele:

Braunschweig: Im Mai wurde am Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF) der TU ein Metallhydrid-Großspeicher mit einer Kapazität von 500 Kilogramm Wasserstoff angeliefert. © Isabell Massel/NFF
So lädt etwa die Technische Universität Braunschweig am 20. Juni zu einem Tag der offenen Tür ihres H2 Terminals am dortigen Forschungsflughafen, bequem sowohl über die A2 als mit öffentlchen Verkehrsmitteln erreichbar. Dort beantworten die Wissenschaftler alle Fragen rund um den Energieträger: von der Farbe des Wasserstoffs, über die Erzeugung im Elektrolyseur, Tankstelleninfrastruktur bis hin zur Nutzung der Abwärme.

Kiel: „Capt’n Energy“ liefert Antworten zur Nutzung von Wasserstoff im maritimen Sektor. © Screenshot / Christian-Albrechts-Universität Kiel
Die Christian-Albrechts-Universität präsentiert an den beiden Tagen der Kieler Woche (20. und 21. Juni) die Vorzüge des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft in Schleswig-Holstein. Das „Capt’n Energy“ genannte Projekt beantwortet Fragen zur Erschließung erneuerbarer Energien im maritimen Sektor, insbesondere auch deren Nutzung für die Herstellung von grünem Wasserstoff.

Stuttgart: ab Ende 2026 sollen drei Elektrolyseure im Hafen jährlich 1.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen.© Stadtwerke Stuttgart
Die Stadtwerke Stuttgart informieren am 23. Juni über die erste große Erzeugungsanlage für grünen Wasserstoff, der Bau im April 2025 im Stuttgarter Hafen begonnen hat. Dort entstehen drei Elektrolyseure, die ab Ende 2026 in Betrieb gehen und jährlich 1.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Der benötigte Strom soll aus Solar- und Windkraftanlagen bezogen und der erzeugte Wasserstoff anschließend über Trailer oder per Pipeline zu regionalen Abnehmern transportiert werden. Dabei kommt er vor allem in der Industrie, insbesondere bei der Fahrzeugentwicklung, als Kraftstoff für Busse, Lkw und Schiffe zum Einsatz.

Barnim: Besichtigung der im März eröffneten Wasserstofftankstelle für Busse und kommunale Lkw. © Kreiswerke Barnim / Torsten Stapel
In Bernau bei Berlin kann man am 23. Juni die im März eröffnete Wasserstofftankstelle Albertshof nebst Tankvorgängen besichtigen. Dort tanken neun Abfallsammelfahrzeuge und sechs Busse grünem Wasserstoff. Weitere Fahrzeuge sollen folgen. Die Anlieferung des umweltfreundlichen Treibstoffes erfolgt mittels Trailer. Da die beiden Fahrzeugtypen unterschiedliche Drücke benötigen, können sie an der Tankstelle sowohl mit 350 als auch 700 bar befüllt werden.

Essen: Schrand hatte schon im vergangenen Jahr an der WdW teilgenommen und die Besucher über das Gelände geführt. © Screenshot / Schrand Energy GmbH
In Essen öffnete die Schrand Energy GmbH am 24. Juni ihre Türen zu einer exklusiven Betriebsbesichtigung mit Brötchen und Bratwurst. Im Mittelpunkt stehen ein Energiemanagementsystem, das Erzeugung, Verbrauch und Speichereinsatz vorausschauend optimiert, sowie die firmeneigene Wasserstoffanlage, mit der das Unternehmen Strom und Wärme erzeugt und Erdgas ersetzt.
Zu den namhaften WdW-Unterstützern zählen in diesem Jahr unter anderem der Deutsche Wasserstoffverband, die Freie Hansestadt Bremen, Bremerhaven, der Fahrzeugbauer FES und das Frauennetzwerk Women of new Energies
Der Veranstaltungskalender auf der Website wird laufend ergänzt. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei, für einige ist jedoch aus Gründen der besseren Planung eine vorherige unkomplizierte Anmeldung erforderlich.
Veranstalter können ihre Angebote online bekannt machen.
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Die diesjährige „Woche des Wasserstoffs“ findet bundesweit vom 20. bis 28. Juni statt. © Zukunft Gas



