(Berlin / Deutschland) – Die Deutz AG und BMW erproben Wasserstoffverbrenner im täglichen Werkverkehr. Die Lkw wurde im Rahmen des Projekts HyCET (Hydrogen Combustion Engine Trucks) entwickelt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Ziel sei den Angaben zufolge „die Etablierung der Wasserstoffverbrennung als robuste Lösung für den schweren Güterverkehr“.

Im Zentrum stehen dabei zwei 18-Tonner auf Basis der „Econic“-Plattform von Daimler, spezialisierte Niederflur-Lkw, die mit Wasserstoffmotoren von Deutz ausgestattet wurden. Generalunternehmer ist die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Projektpartner sind Paul Nutzfahrzeuge und Voit Automotive.

Vom Konzept bis zur Straßenzulassung

Die Herausforderung lag laut IAV „in der ganzheitlichen Systemintegration“ bis zur Straßenzulassung. Es galt, den Antriebsstrang auf Wasserstoffbetrieb umzustellen, das Tanksystems zu integrieren und mit allen Komponenten abzustimmen. Das Ergebnis sei „keine isolierte Lösung, sondern ein funktionierendes Ökosystem für den Schwerlastverkehr“, sagt IAV-Geschäftsführer Jörg Astalosch.

Bert van Hasselt (CEO Business Unit NewTech bei Deutz) und Jörg Astalosch (CEO von IAV) bei der Übergabe der Lkw. © IAV GmbH

Wasserstoffverbrennungsmotoren seien „eine leistungsstarke und praktikable Lösung für die Logistik von morgen“ und „eine ideale Ergänzung“ zu batterieelektrischen Antrieben und der Brennstoffzelle – besonders dort, wo hohe Lasten und schnelle Betankungszeiten gefordert sind, sagt Bert van Hasselt, CEO Business Unit NewTech bei Deutz. „Mit dem Einsatz im Werkverkehr gehen wir den entscheidenden Schritt in die Praxis.“

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18-Tonnen-Lkw auf Basis der Daimler Econic Plattform. © IAV GmbH