(Killingholme / England) – Der North Lincolnshire Council erteilte der Wasserstoffproduktionsanlage „Humber H2ub“ die Baugenehmigung. Standort ist ein Grundstück am bestehenden Uniper-Kraftwerk in Killingholme. Geplant ist eine Elektrolyseleistung von 120 Megawatt, die optional um 200 Megawatt ergänzt werden könne.

Wasserstoff für Raffinerie von Phillips 66

Während des Baus sollen bis zu 110 Jobs vor Ort entstehen. Nach Inbetriebnahme könnten neben festen Arbeitsplätzen auch Arbeitsplätze in der gesamten Region und im weiteren Vereinigten Königreich im Zusammenhang mit Wartung und Stromversorgung geschaffen werden. Abnehmer des grünen Wasserstoffs, der dem staatlichen Low Carbon Hydrogen Standard entspreche, ist die Humber-Raffinerie von Phillips 66 Ltd. Die Kooperationsvereinbarung wurde im April 2024 unterzeichnet und die Lieferung soll 2029 beginnen.

Der Betrieb der Anlage werde voraussichtlich über 40 Millionen Pfund pro Jahr für die britische Wirtschaft einbringen. Davon könnten bis zu 20 Millionen Pfund Yorkshire und Humber zugutekommen. Die Region Humber an der Ostküste Englands mit den Zuflüssen Ouse und Trent ist eine der CO2-intensivsten Industrieregionen der Insel.

Das Vorhaben wurde im Programm „Hydrogen Allocation Round 2“ (HAR2) nach einer Ausschreibung der britischen Regierung im vergangenen Jahr auf die Shortlist gesetzt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass für eines der in die engere Wahl gezogenen Projekte bereits eine Finanzierung zur Verfügung steht. Die Förderentscheidung steht noch aus.

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Rendering der „Humber H2ub“ genannten Wasserstoffproduktionsanlage in Killingholme auf einem Grundstück von Uniper. © Uniper SE