(Rjukan / Norwegen) – Der norwegische Ingenieurdienstleister Worley Rosenberg entwickelt das „Front-End Engineering and Design“ (FEED) für eine Produktionsanlage für flüssigen Wasserstoff in Rjukan. Auftraggeber ist Norwegian Hydrogen AS. Damit verbunden ist nach Unternehmensangaben auch eine „exklusive Option“ für den Bau (EPC, Engineering, Procurement and Construction) des „RjukanLH2“ genannten Vorhabens mit einer Leistung von 25 Megawatt und einer Kapazität von zehn Tonnen pro Tag.

Vertragsunterzeichnung (v.l.): Jens Berge (CEO Norwegian Hydrogen) und Nils Arne Hatleskog (COO Worley Rosenberg). © Worley Rosenberg
„Zusammen mit unserem kürzlich angekündigten Vertrag für die Wasserstoffpipeline von Energinet in Dänemark stärkt dies unsere Position als wichtiger Akteur in der nordischen Wasserstoffwertschöpfungskette“, sagt Jan T. Narvestad, Geschäftsführer bei Worley Rosenberg. Die EPC-Phase solle noch in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen. Damit verbunden sind alle zugehörigen Geräte und Infrastrukturen wie Stromversorgung, Wasseranschluss und Wasserstoffversorgung. Der Strom werde per Stromabnahmevertrags (PPA) für erneuerbare Energien aus dem lokalen Netz der Stadt bezogen. Die Anlage erfülle damit die EU-Kriterien für grünen Wasserstoff (RFNBO-Richtlinie).

Illustration des künftigen mit Flüssigwasserstoff betriebenen „Sea Shuttle“-Containerschiffes von Samskip. © Samskip
Abnehmer des Energieträgers ist Samskip. Die Lieferung solle 2028 beginnen. Die Verträge mit Norwegian Hydrogen wurden vor wenigen Monaten unterzeichnet. Das Logistikunternehmen will damit die „ersten wasserstoffbetriebenen Containerschiffe der Welt“ antreiben. Zwei „Sea Shuttle“ sind derzeit im Bau und sollen künftig die Samskip-Route zwischen Rotterdam und Oslo bedienen. Das Vorhaben hat eine Reihe von Zuschüssen erhalten, unter anderem aus dem EU-Innovationsfonds 2025 (31,5 Millionen Euro), über die EU-Wasserstoffauktion (13,2 Millionen Euro) sowie eine Kombination von Zuschüssen und Krediten von Innovation Norway (8,5 Millionen Euro).
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3D-Rendering der geplanten „RjukanLH2“-Produktionsanlage für Flüssigwasserstoff von Norwegian Hydrogen in Rjukan, Norwegen. © Worley Rosenberg



