(Antwerpen / Belgien) – Das US-Unternehmen Power to Hydrogen Inc. (P2H2) hat am belgischen Hafen Antwerpen-Brügge mit der Installation eines 0,5-Megawatt-Elektrolyseursystems mit Anionenaustauschmembran (AEM) begonnen. Es sei weltweit das erste Projekt, das AEM-Stacks mit 250 Kilowatt einsetze.

Als Blaupause reproduzierbar

Das System sei auf „dynamischen Betrieb“ mit einer Reaktionszeit von unter 50 Millisekunden für die Laststeuerung nach erneuerbarer Energie ausgelegt. Die Technologie ersetze teure Edelmetalle in PEM-Elektrolyseuren durch kostengünstige Materialien wie Stahl und Nickel. Dadurch könnten die Investitionen (CAPEX, Capital Expenditures) um bis zu 65 Prozent sinken. Überdies sei es als Blaupause reproduzierbar, was Installationen künftig beschleunige.

P2H2 erwartet bereits im ersten Betriebsjahr kommerzielle Erlöse. Der wichtigste Abnehmer sei anfangs Holthausen Clean Technology, ein regionaler Anbieter von Industriegasen und wasserstoffbetriebenen Lkw. Das Projekt werde die kommerzielle Wasserstoffnachfrage in der Region sowohl im Mobilitäts- als auch im Industriebereich unterstützen. 

P2H2-CEO Paul Matter: „Erneuerbarer Wasserstoff entwickelt sich von Pilotprojekten zur Infrastruktur.“ © Power to Hydrogen Inc.

„Erneuerbarer Wasserstoff entwickelt sich von Pilotprojekten zur Infrastruktur, und die Gewinner werden die Unternehmen sein, die im industriellen Maßstab fertigen und liefern können“, sagte Paul Matter, CEO von Power to Hydrogen. Das Projekt am Hafen Antwerpen-Brügge beruhe auf dem von Versorgungsunternehmen getragenen Innovationsprogramm „Free Electrons“. Träger sind unter anderem American Electric Power (AEP), EDP, Eon, ESB, Origin Energy und CLP, von denen mehrere inzwischen Investoren von Power to Hydrogen sind. Ursprünglich hatte die Installation bereits Ende 2024 beginnen sollen, wie die Hafenverwaltung und P2H2 im April 2024 verkündeten.

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Power to Hydrogen liefert und installiert AEM-Elektrolyseure im Industriemaßstab am Hafen Antwerpen-Brügge. © Power to Hydrogen Inc.