Österreich: Voestalpine und Verbund verlängern Kooperation bei erneuerbaren Energien und Wasserstoff +++ Großbritannien: Statkraft schließt Verkauf britischer Wasserstoffprojekte ab +++ USA: Navy bestellt bei NEL PEM-Elektrolyse-Stacks für U-Boote +++ Neuseeland: Plug Power liefert 1-MW-Elektrolyseur an den Logistiker HWR +++ Spanien: H2site bekommt Millionen-Förderung für mit Ammoniak betriebenes System zur Stromerzeugung auf Schiffen +++ Estland: Stargate Hydrogen bekommt 20 Millionen Euro zum Ausbau der Produktionskapazitäten +++ Deutschland: IAV liefert Komponenten für Toyotas FC-Pick-Up Hilux zur Dakar-Rallye +++ Italien: Ansaldo stellt Fabrik für AEM-Stacks in Genua fertig +++ Deutschland: EKPO stellt neue Generation des NM20-Stacks für den Schwerlastverkehr vor +++ Südafrika: Global Gateway startet Projekte für grünen Wasserstoff
Eine Auswahl von PtX-Themen zusammengefasst
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Voestalpine und Verbund wollen die Wasserstoffpilotanlage „H2 Future“ in Linz weiterentwickelt. © Verbund AG
(Österreich) Der Stahlkonzern Voestalpine AG und der Energieversorger Verbund AG bauen ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die langfristige Energieversorgung und Energiespeicherung. So werde die Wasserstoffpilotanlage „H2 Future“ in Linz hinsichtlich Produktion, Speicherung, Verladung und Weiterverwendung von grünem Wasserstoff weiterentwickelt. Gleichzeitig arbeiteten beide Unternehmen an einer langfristigen Roadmap für die Versorgung einiger Standorte mit grünem Wasserstoff. Der Rahmenvertrag läuft bis Ende 2029. Voestalpine baut aktuell seine Stahlproduktion um. In Linz wurde vor wenigen Tagen das Equipment eines Elektrolichtbogenofens angeliefert, der im 1. Halbjahr 2027 in Betrieb gehen und im Vollbetrieb jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Stahl produzieren soll. Mit dem Programm „Greentec Steel“ will der Konzern bis 2029 mehr als 30 Prozent seiner CO2-Emissionen reduzieren.
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Statkraft-Konzernzentrale in Oslo, Norwegen. © Statkraft
(Großbritannien) Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat die Veräußerung seines britischen Portfolios für grünen Wasserstoff abgeschlossen. Den Angaben zufolge habe das Staatsunternehmen seine Anteile an die Kentron Green Nordic AS verkauft, ein norwegisch geführtes Unternehmen mit Präsenz im Vereinigten Königreich. Kentron sei Teil der Gruppe, die derzeit ein Portfolio von Windparks und grünen Ammoniakprojekten entwickele, darunter Neptun Glomfjord Green Ammonia und Neptun Tromsø. Der Anteil von Statkraft an Grenian Hydrogen wurde an Foresight und Progressive Energy, die bestehenden Partner des Joint Ventures, verkauft. Im Mai 2025 hatte Statkraft angekündigt, die Entwicklung neuer grüner Wasserstoffprojekte in allen Märkten aufgrund von „Marktunsicherheiten“ und „verzögerter Profitabilitätserwartung“ einzustellen, aber weiterhin seine Projekte im Vereinigten Königreich weiterzuentwickeln und dafür Investoren zu suchen (mehr dazu).
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(USA) Nel Hydrogen US, Tochter der norwegischen Nel ASA, soll PEM-Elektrolyse-Stacks für U-Boote der US Navy liefern. Der erste Auftrag von Collins Aerospace, Teil des US-amerikanischen Rüstungskonzerns RTX Corporation, habe einen Wert von etwa zwölf Millionen Dollar (10,5 Millionen Euro). Tags darauf verkündete NEL zusätzliche Bestellungen von Collins im Wert von etwa sieben Millionen Dollar. Zusammen mit weiteren kleineren Aufträgen beliefen sich die auf U-Boote bezogenen Order im September auf etwa 20 Millionen Dollar. Die Auslieferungen werden für 2027 und 2028 erwartet. Die Stacks würden in Nels Werk in Wallingford, Connecticut, hergestellt.
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Der Logistiker HWR bekommt von Plug Power einen Elektrolyseur für seine Wasserstofftankstelle. © H.W. Richardson Group Ltd.
(Neuseeland) Die Plug Power Inc. liefert einen PEM-Elektrolyseur des Typs „GenEco“ mit einer Leistung von einem Megawatt an das neuseeländische Transportunternehmen H.W. Richardson Group Ltd. (HWR). Die Einheit werde an der Tankstation von HWR Hydrogen in Invercargill installiert, um die Firmenflotte der Dual-Fuel-Schwerlast-Lkw zu versorgen. Zudem werde der Elektrolyseur dazu beitragen, die Infrastruktur für eine breitere Nutzung von Wasserstoff in Southland und auf der Südinsel aufzubauen. Die Station könne auch Fahrzeuge von HWR-Unternehmen und der gesamten Branche betanken, „sobald diese verfügbar“ seien, sagt Gareth Wishart, GM Technology & Innovation bei HWR. In Neuseeland werde die Plug-Technologie bereits für das Netz von Wasserstofftankstellen von Hiringa Energy eingesetzt.
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Hydrogen Onsite S.L. sichert sich Fördermittel für das Projekt „HydraNord Power“ um ein mit Ammoniak betriebenes System zur Stromerzeugung im maritimen Sektor zu entwickeln. © H2site
(Spanien) Das in Bilbao ansässige Unternehmen Hydrogen Onsite S.L. (H2site) hat von der norwegischen staatlichen Finanzierungsagentur Enova SF Fördermittel in Höhe von 39,1 Millionen Kronen (3,4 Millionen Euro) erhalten. Damit solle das Projekt „HydraNord Power“ gesichert werden, das ein mit Ammoniak betriebenes System zur Stromerzeugung im maritimen Sektor entwickelt. Der Onboard-Cracker mit einer Leistung von 700 Kilowatt wandle Ammoniak in Wasserstoff für Brennstoffzellen. Das System könne eine Tonne Wasserstoff pro Tag produzieren. HydraNord Power soll die Technologie über kleinere Demonstrationen hinaus zu kommerziellen Einsätzen entwickeln. An dem Vorhaben sind Equinor, Höegh Autoliners, Breeze Ship Design, Sustainable Energy Catapult Centre, Alltec und Maritime CleanTech beteiligt. Das Konsortium decke das Systemdesign des Schiffs, Brennstoffzellen, Standortintegration, Tests und Projektkoordination ab. Das komplette System wird im Energy House in Stord, Norwegen, unter Bedingungen installiert und getestet, die für kommerzielle maritime Operationen repräsentativ sind. Entwicklung und Integration werden im Jahr 2027 stattfinden, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.
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Stargate Hydrogen bekommt rund 21 Millionen Euro zum Ausbau der Produktionskapazitäten. © Stargate Hydrogen Solutions
(Estland) Stargate Hydrogen Solutions erhält aus dem EU-Innovationsfonds rund 20,6 Millionen Euro für den Ausbau der Produktionskapazitäten in Tallin. Die Anlage werde schrittweise auf Jahreskapazitäten von 250 Megawatt (Elektroden), 150 Megawatt (Stacks) sowie 66 Megawatt (Elektrolyseure) erweitert. Das Vorhaben werde rund 150 direkte Arbeitsplätze schaffen sowie Hunderte weiterer Arbeitsplätze in den Bereichen Bau, Logistik, Wartung und der gesamten europäischen Lieferkette sichern. Eigenen Angaben zufolge gehöre zu den Innovationen von Stargate Hydrogen ein firmeneigenes Stack-Design sowie Elektroden, die mit einem patentierten Katalysator auf Keramikbasis beschichtet sind, der Edelmetalle ersetzt. Dadurch werde die Abhängigkeit von importierten kritischen Rohstoffen verringert und gleichzeitig eine hocheffiziente Wasserstoffproduktion ermöglicht. „Nach Abschluss der Werkserweiterung gehört Stargate zu einem der größten Elektrolyseurhersteller in Europa“, sagt Geschäftsführer Marko Virkebau. Zu den Kunden des Unternehmens zählen unter anderem Fortum, Utilitas, ABB und Rockfin. Investoren sind unter anderem der spanische Energiekonzern Repsol und die estnische staatliche Risikokapitalgesellschaft SmartCap.
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Im Jahr 2028 will Toyota den Pick Up „Hilux Fuel Cell“ auf den Markt bringen. Zuvor testet die Motorsportabteilung Gazoo Racing das Fahrzeug als Prototyp bei der Dakar-Rallye. © IAV GmbH / Toyota Motor Corp
(Deutschland) Die Berliner IAV GmbH liefert eine „Dragoon“ genannte modulare Steuereinheit für den mit Brennstoffzellen betriebenen „DKR GR FC Hilux“ von Toyota. Das Gerät fungiere als Schnittstelle zwischen dem Fahrzeug und dem Brennstoffzellensystem. Wie berichtet, will Toyota bei der Rallye Dakar 2027 den Pick Up mit einem Brennstoffzellen-Prototyp einsetzen. Das Fahrzeug wird bei der „Dakar Future Mission 1000“ antreten, einer Kategorie, um experimentelle Technologien unter realen Motorsportbedingungen zu erproben. Die Rallye biete ein Umfeld, „in dem Technologie weit über herkömmliche Entwicklungs- und Testbedingungen hinaus Leistung erbringen muss“, so IAV.
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Ansaldo Green Tech hat in Genua die Produktionslinie für AEM-Stacks fertiggestellt mit einer Jahreskapazität von 300 Megawatt fertiggestellt. © Ansaldo Green Tech SpA
(Italien) Ansaldo Green Tech SpA, ein Spin-Off des Technologieunternehmens Ansaldo Energia, hat in seinem Werk in Genua die Produktionslinie für AEM-Stacks fertiggestellt. Die Jahreskapazität liegt den Angaben zufolge bei 300 Megawatt. In den kommenden Monaten gebe es nun Optimierungen bis zum Start der Produktion. Die AEM-Elektrolyseure (Anionenaustauschmembran) von Ansaldo seien darauf ausgelegt, sich dynamisch an Schwankungen in der Stromerzeugung mittels erneuerbarer Energien anzupassen. Das Portfolio reiche von einer ein Megawatt leistenden Containerlösung (500 Kilogramm Wasserstoff pro Tag) bis zu Multi-Megawatt-Systemen, die grünen Wasserstoff für großtechnische industrielle Anwendungen liefern. Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro gab es durch den italienischen Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) sowie das europäische IPCEI-Wasserstoffprogramm.
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EKPO und Akkodis den „NM20“-Stack in einen 40-Tonnen-Lkw für Testläufe unter realen Bedingungen integriert. © Elring Klinger AG
(Deutschland) Die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH hat eine neue Generation ihres Hochleistungs-Brennstoffzellenstacks NM20 vorgestellt. Im Fokus der Weiterentwicklung stehe die Skalierbarkeit der Plattform, die Optimierung von Fertigungs- und Systemarchitekturen sowie die vereinfachte Integration in unterschiedliche Heavy-Duty-Anwendungen. Von der Bipolarplatte bis zum Gehäuse sei die gesamte Architektur überarbeitet, standardisiert und auf die Anforderungen industrieller Produktionsprozesse ausgerichtet worden. Die NM20-Familie umfasse ein Single-Stack-Modul mit mehr als 200 Kilowatt (kW), eine Max-Variante (über 300 kW) sowie ein Twin-Stack-Modul (über 400 kW). Mit hoher Leistungsdichte und einer auf industrielle Skalierung ausgelegten Architektur schaffe man „die Voraussetzungen für den breiten Einsatz wasserstoffbasierter Antriebe im Schwerlastverkehr“, sagt EKPO-Geschäftsführer Stefan Dwenger. Neben Anwendungen für Straße, Schiene und Wasser eigne sich die Plattform auch für stationäre Energieversorgungs- und Backup-Power-Systeme. Aktuell testen EKPO und Akkodis einen NM20-Stack in einem 40-Tonnen-Lkw (mehr dazu). EKPO ist ein Joint Venture der Fahrzeugzulieferer Elring Klinger AG (Deutschland) und OPmobility S.A. (Frankreich) zur Entwicklung und Großserienfertigung von Brennstoffzellenstacks für die CO2-neutrale Mobilität.
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Global Gateway finanziert zwei Projekte in Südafrika. © Europäische Kommission
(Südafrika) Zwei „Europe Global Gateway“-Projekte im Wert von mehr als einer Milliarde Rand (57,8 Millionen Euro) sollen Südafrika als Produzent von grünem Wasserstoff positionieren sowie die lokale Wertschöpfung bei Mineralien und Batterien steigern. Die Vorhaben werden von der Europäische Union, Deutschland, Dänemark sowie den Niederlanden unterstützt und von GIZ und KfW in enger Zusammenarbeit mit südafrikanischen Institutionen und Interessengruppen umgesetzt. Im Einzelnen dienen 20,5 Millionen Euro gemeinsam mit der Südafrikanischen Entwicklungsbank (DBSA) der Finanzierung von Wasserstoff- und Power-to-X-Projekten. Im zweiten Vorhaben wird mit 37,3 Millionen Euro gemeinsam mit dem südafrikanischen Energieministerium der Aufbau von Wertschöprungsketten für grünen Wasserstoff, Speicher und Mineralien gefördert. „Global Gateway“ ist ein EU-Investitionsprogramm. Schwerpunkte sind unter anderem die nachhaltige Entwicklung der Sektoren Energie, Gesundheit und Verkehr.
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iStock / © Danil Melekhin



