Deutschland: DSV nutzt für Kölnmesse künftig mit Wasserstoff betriebene Gabelstapler +++ Frankreich: STRABAG und Lhyfe planen gemeinsam Wasserstoffprojekte in Deutschland +++ Deutschland: Uniper startet Open Season für das Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven +++ Finnland: Finnlands erste Wasserstofftankstelle geht in den Regelbetrieb

Eine Auswahl von PtX-Themen zum Wochenabschluss zusammengefasst

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DSV nutzt für Kölnmesse künftig mit Wasserstoff betriebene Gabelstapler. © Koelnmesse GmbH / Hanne Engwald

(Deutschland) Der Logistikdienstleister DSV setzt am Messe-Standort Köln künftig Gabelstapler ein, die ausschließlich mit grünem Wasserstoff betrieben werden. Gemeinsam mit der Koelnmesse GmbH und der niedersächsischen JA-Gastechnology GmbH (JAG), einem Anbieter für Wasserstofftankstellen und -infrastruktur, wurde von DSV zudem eine eigene Wasserstofftankstelle direkt auf dem Gelände installiert. Die Versorgung übernimmt Tyczka Hydrogen mittels gebündelter Hochdruckspeicher („MaxiPacks“). Nach Angaben von Jörg Pries, Managing Director und Leiter Cluster DACH bei DSV Fairs & Events, sei dies deutschlandweit „der erste DSV-Messestandort mit einer wasserstoffbasierten Gabelstaplerflotte und entsprechender Tankinfrastruktur“.

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Die sich im Bau befindende Produktionsanlage für grünen Wasserstoff von Lhyfe in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg). © Lhyfe

(Frankreich) Lhyfe, französischer Hersteller von grünem Wasserstoff, und STRABAG SE, eines der größten Bauunternehmen Europas mit den Kernmärkten Österreich und Deutschland, wollen künftig enger zusammenarbeiten. Eine Kooperationsvereinbarung soll die Entwicklung und Umsetzung von Projekten für grünen Wasserstoff in Deutschland beschleunigen. Lhyfe verfüge über vier RFNBO-zertifizierte Produktionsstandorte, zwei weiteren Standorte seien im Bau, hinzu komme eine Flotte von mehr als 80 Wasserstoffcontainer für den Transport sowie fünfzehn Speicherstandorte. Strabag decke den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten ab, habe zudem umfassende Erfahrung in Finanzierung und Investitionen und treibe moderne Infrastrukturlösungen und den Ausbau von nachhaltigeren Energiesystemen voran. Die Unternehmen versprechen sich von der Partnerschaft schnellere Planung und Umsetzung von Projekten sowie die Reduzierung von Risiken in Entwicklung und Realisierung. Details zu etwaigen gemeinsamen Vorhaben wurden nicht genannt.

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Das Wilhelmshavener Importterminal von Uniper soll den Import von Wasserstoff über Ammoniak ermöglichen. © Uniper Hydrogen GmbH

(Deutschland) Uniper Hydrogen GmbH fragt den Kapazitätsbedarf des Marktes am Wilhelmshavener Wasserstoff-Importterminal ab („Open Season“). In der ersten Phase sind Marktteilnehmer aufgefordert, eine Interessenbekundung einzureichen, in der sie ihre gewünschte Kapazität angeben und Teilnahmegebühr in nicht genannter Höhe entrichten. Im anschließenden Zuteilungsverfahren werde die Kapazitätsreservierung bestätigt. In der zweiten Phase werden Eckpunkte als Grundlage für den Nutzungsvertrag ausgegeben. Erst mit der Unterzeichnung komme eine verbindliche Kapazitätsbuchung zustande. Das Terminal soll den Import von Wasserstoff über Ammoniak ermöglichen. Nach dem Entladen des Ammoniaks werde dieses in einem großtechnischen Cracker vor Ort aufgespalten und der Wasserstoff in das deutsche Wasserstoffkernnetz eingespeist. Darüber hinaus gebe es Kapazitäten für den Transport per Schiene. Die jährliche Importkapazität betrage 2,6 Millionen Tonnen Ammoniak, was rund 350.000 Tonnen Wasserstoff entspreche. Interessenten können bis zum 15. Juni 2026 Unterlagen für die Bonitäts- und Identitätsprüfung per E-Mail bei Uniper anfordern (h2-terminal-whv@uniper.energy).

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Cefmof Hydrogen nimmt Finnlands erste Wasserstofftankstelle in den kommerziellen Betrieb. © Cefmof Hydrogen Oy

(Finnland) Die Central Finland Mobility Foundation (Cefmof) hat Finnlands erste Wasserstofftankstation in Jyväskylä kommerziell in Betrieb genommen. Betreiberin ist die Unternehmenstochter Cefmof Hydrogen Oy. Die Station wurde im Rahmen der Wasserstoffinitiativen von Cefmof entwickelt und dient als Plattform für die Erprobung und Umsetzung von Wasserstofflösungen in der Praxis. Während der vorangegangenen Pilotphase lag der Fokus darauf, die Station unter realen Bedingungen, einschließlich kalter Winterumgebungen, zu testen und praktische Erfahrungen zu sammeln, um den Übergang zum kommerziellen Betrieb zu unterstützen. Parallel hatte der japanische Konzern Asahi Kasei K.K mit der Installation eines Elektrolyseurs des Typs „Aqualyzer-C3“ mit einer Leistung von einem Megawatt begonnen, der nun täglich 400 Kilogramm Wasserstoff produziert; genug, um drei Brennstoffzellenfahrzeuge pro Stunde zu betanken (wir berichteten). Cefmof Hydrogen gehöre „zu den ersten Betreibern in Finnland, die ein containerisiertes alkalisches Elektrolysesystem dieser Größe einsetzen“, sagt der stellvertretende Vorstand Lauri Perämäki. Zuvor hatte seit Sommer 2025 der Wasserstoffproduzent P2X Solutions Oy die Tankstelle per Trailer beliefert. Cefmof ist eine gemeinnützige Stiftung, die von der Stadt Jyväskylä, dem Toyota Gazoo Racing World Rally Team und der Toyota Mobility Foundation gegründet wurde. Die Stiftung konzentriert sich auf Entwicklung, Pilotprojekte und Partnerschaften für Wasserstofflösungen, Cefmof Hydrogen auf Betrieb und Skalierung.

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iStock / © Danil Melekhin