(Hamburg / Deutschland) – Hamburg macht den Weg frei für ein neues Ammoniak-Terminal. Die MB Energy Holding GmbH & Co. KG hat von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Genehmigung für dessen Bau und Betrieb erhalten. Die Umschlagmenge solle bei 600.000 Tonnen pro Jahr liegen.

Treffen im Hamburger Rathaus: MB Energy hat von der BUKEA die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines neuen Ammoniak-Importterminals erhalten.© BUKEA
Standort ist das Gelände des Tanklagers Blumensand, dem größten Tanklager im Hamburger Hafen, das sich im Besitz des Unternehmens Enport befindet, Teil der MB Energy-Gruppe. Es sei „ein zentraler Teil“ des Projekts New Energy Gate, zu dem auch der Umschlag von Methanol gehöre. Gemäß den Planungen solle ein neuer Tank zur Zwischenlagerung des importierten Ammoniaks errichtet und die bestehende Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe dafür ertüchtigt werden. Verlademöglichkeiten für Eisenbahnkesselwagen seien ebenfalls in Planung, außerdem eine Cracker-Anlage zur Aufspaltung des Ammoniaks in Wasserstoff, um diesen in das künftige Wasserstoffnetz einzuspeisen.
Noch keine Investitionsentscheidung
Die Genehmigung sei „ein starkes Zeichen hin zu zukunftsfähiger und verlässlicher Energie- und Grundstoffversorgung“, sagt Volker Ebeling, Senior Vice President New Energy, Supply & Infrastructure bei MB Energy. Die finale Investitionsentscheidung (FID) steht allerdings noch aus.
MB Energy ist in Europa, den Vereinigten Staaten und Singapur in den Bereichen Import, Lagerung, Vertrieb und Vermarktung von Erdölprodukten, Flüssiggas, Chemikalien und Biokraftstoffen tätig. Die Tochter Enport GmbH & Co. KG besitzt und betreibt 13 Tanklager in Deutschland, Dänemark und Ungarn, mit einer Gesamtkapazität von 2,6 Millionen Kubikmetern.
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Auf dem Gelände des Tanklagers Blumensand soll ein Ammoniak-Terminal entstehen. Aktuell liegt die Lagerkapazität bei knapp 870.000 Kubikmeter. Die 73 Tanks fassen zwischen 5.000 und 50.000 Kubikmeter. © Enport GmbH & Co. KG



