(Perth / Australien) – Der australische Bergbaukonzern Fortescue Metal Group (FMG) hat bei der belgischen Reederei CMB.Tech Schiffe bestellt, die mit Ammoniak betrieben werden können. Der Vereinbarung zufolge werde der weltweit viertgrößte Eisenerzproduzent zwölf Massengutfrachter der „Newcastlemax“-Klasse mit jeweils 210.000 Tonnen (Deadweight Tonnage) über die CMB-Tochter Bocimar chartern. 

Katie Charuga (Mitte), Director Integrated Operations bei Fortescue und Taufpatin der „Mineral Australia“: „Die Schifffahrtsbranche braucht keine weiteren Diskussionen über CO2-Senkung. Sie muss handeln.“ © CMB.Tech

Drei der Schiffe werden mit Dual-Fuel-Motoren für den Antrieb mit Ammoniak ausgeliefert und sollen bis Ende 2026 in Dienst gestellt werden. Die übrigen neun lassen sich umrüsten. „Wenn sie mit grünem Ammoniak betrieben wird, senkt die Flotte die Kohlendioxidemissionen jährlich um etwa 250.000 Tonnen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen“, sagt Katie Charuga, Fortescue Director Integrated Operations. Die Schifffahrtsbranche brauche keine weiteren Diskussionen über CO2-Reduktionen, sondern müsse einfach nur handeln. Die Technik sei marktreif.

Der Bergbaukonzern Fortescue chartert zwölf Massengutfrachter mit jeweils 210.000 Tonnen über die CMB-Tochter Bocimar. Drei der Schiffe können unmittelbar mit grünem Ammoniak betrieben werden. © CMB.Tech

„Indem wir neue Technologien unterstützen“ und mit geeigneten Partnern zusammenarbeiten, „können wir dazu beitragen, die Nutzung von grünem Ammoniak voranzutreiben“, so Charuga. Mit einem „Green Pioneer“-Demonstrationsschiff habe man bereits gezeigt, dass „Ammoniak sicher und effektiv in maritimen Operationen eingesetzt“ werden könne. Die nächste Herausforderung sei „die Skalierung“. 

Das Abkommen sende „ein starkes Signal an den Markt“, sagt CMB.Tech-CEO Alexander Saverys: „Unser Sektor kann in großem Maßstab dekarbonisieren. Es braucht nur entschlossene Partner.“ CMB-Tech betreibt weltweit 250 Massengutfrachter, Öl- und Chemietanker, Containerschiffe und Offshore-Schiffe. Das Unternehmen liefert außerdem Brennstoffe wie Wasserstoff und Ammoniak. 

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Die unter belgischer Flagge fahrende „Mineral Latvija“ im australischen Port Hedland (Western Australia), einem der weltweit größten Häfen für Schüttgut, gehört zu CMB-Techs „Newcastlemax“-Klasse, von denen Fortescue zwölf Schiffe mit Ammoniakantrieb chartert. © CMB.Tech