(Esbjerg / Dänemark) – European Energy hat bei Esbjerg den 6,5 Megawatt leistenden Elektrolyseur „HydroGen“ von Stiesdal Hydrogen in Betrieb genommen. Die Anlage in Måde produziert seit 2023 Wasserstoff mit einem 3,1-Megawatt-Elektrolyseur, der nun erweitert wurde. Durch die Aufrüstung erhöhe sich die Kapazität an dem Standort auf stündlich 1.270 Kubikmeter bei einer Reinheit von 99,5 Prozent.

European Energy nimmt bei Esbjerg den 6,5-Megawatt-Elektrolyseur von Stiesdal in Betrieb. © Stiesdal Hydrogen
Die Technologie sei „nicht neu erfunden“ worden, so Esben Baltzer Nielsen, Leiter Vertrieb und Geschäftsentwicklung bei Stiesdal Hydrogen, sondern basiere auf der bestehenden 3,1-Megawatt-Plattform. Damit werde die Komplexität der Inbetriebnahme erheblich reduziert, die System-Investitionskosten sänken auf rund 500 Euro pro Kilowatt. Der Preis für die 6,5-Megawatt-Plattform liege bei 3,15 bis 3,3 Millionen Euro, abhängig von Menge und Lieferzeit. Das entspreche etwa der Hälfte des europäischen Marktdurchschnitts von rund 1.000 Euro pro Kilowatt installierter Leistung.
„Die Nachfrage ist da, aber grüner Wasserstoff muss wettbewerbsfähig sein“, sagt Lars Dyrholm, Leiter PtX Asset Management & Operations bei European Energy. „Höhere Kapazität und flexibler Betrieb ermöglichen es uns, die Produktion zu maximieren, wenn Strom günstig ist – das ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit.“ In Måde ist der Elektrolyseur direkt an die benachbarten Windkraftanlagen angeschlossen. Mit einem Betriebsbereich von 15 bis 100 Prozent und einer Hochlaufgeschwindigkeit von zwei Prozent pro Sekunde „kann der Elektrolyseur den Energiekosten folgen“. Der Eigenstrombedarf liege laut Stiesdal bei 4,8 bis 5,1 Kilowattstunden pro Kubikmeter.
Skalierbar auf mehr als 100 Megawatt
Der HydroGen-Elektrolyseur von Stiesdal Hydrogen, einer Tochter des Technologieunternehmens Stiesdal A/S, werde in Europa hergestellt. Die Außeninstallation beanspruche ohne Prozessgebäude 22 Quadratmeter pro Megawatt. Der Wasserstoff-Ausgangsdruck liege bei 35 bar, womit „der Bedarf an zusätzlicher Kompression in nachgelagerten Prozessen reduziert wird“. Das System sei auf 50, 100 oder mehr Megawatt skalierbar, die technische Lebensdauer betrage 60.000 Stunden, prognostiziert auf sieben Jahre.
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Im Vordergrund: Elektrolyseanlage von European Energy im dänischen Måde. © Stiesdal Hydrogen



