(Brüssel / Belgien) – Die Europäische Kommission hat deutsche Beihilfen in Höhe von 200 Millionen Euro zur Unterstützung der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff und dessen Derivaten in Kanada genehmigt. Diese erneuerbaren Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO) sollen nach Deutschland importiert und gemäß des Prinzips des Doppelauktionssystems in der EU verkauft werden, um die Abhängigkeit von russischen fossilen Kraftstoffen weiter zu reduzieren.
200 Millionen Euro auch von Kanada
Die Mittel schalten zusätzliche 200 Millionen Euro frei, die von Kanada bereitgestellt werden. Das Programm wird den Bau von bis zu 300 Megawatt Elektrolysekapazität unterstützen. Ein wettbewerbsorientiertes Ausschreibungsverfahren ist für 2027 geplant. Deutschland erwartet, dass durch das Programm insgesamt bis zu 2,47 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden werden.
Bei ihrer Zustimmung habe die Kommission berücksichtigt, dass die Maßnahme „einen Anreizeffekt“ habe, da die Investitionen anderenfalls ohne öffentliche Unterstützung nicht in gleichem Umfang durchgeführt würden. Zudem habe das System „nur begrenzte Auswirkungen auf Wettbewerb und Handel innerhalb der EU“.
Die am Handel Beteiligten würden nach einem „offenen, transparenten und nicht diskriminierenden Ausschreibungsverfahren ausgewählt, und die Unterstützung wird auf das notwendige Minimum beschränkt“, um die Projekte durchzuführen. Außerdem gebe es innerhalb der EU keine Verkaufsbeschränkungen. Auch werde verhindert, dass Käufer oder Produzenten mehr Unterstützung erhielten, als ihnen unter verschiedenen Hilfsprogrammen zustünde. Das Vorhaben werde positive Effekte hervorrufen, die mögliche negative Auswirkungen in Bezug auf Wettbewerbsverzerrungen überwögen.
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Im Jahr 2022 hatten die deutsche und die kanadische Regierung bei einem Staatsbesuch eine Energiepartnerschaft geschlossen, die auch den Import von Wasserstoff nach Deutschland vorsieht. © Bundesregierung/Denzel




