(Brüssel / Belgien) – Die Europäische Kommission hat ein italienisches Programm im Wert von sechs Milliarden Euro zur Unterstützung der Herstellung erneuerbaren Wasserstoffstoffs für den Transport- und Industriesektor genehmigt. Das Vorhaben diene der Produktion von 200.000 Tonnen pro Jahr. Dies betreffe sowohl Wasserstoff, der durch Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werde, als auch Wasserstoff, der durch biologische, biothermochemische und thermochemische Prozesse aus biogenen Quellen stamme.
Die Unterstützung erfolge in Form von Differenzverträgen. In deren Rahmen werde der Preis für Wasserstoff durch ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren festgelegt. Wenn der Preis für einen alternativen Kraftstoff, der von den Wasserstoffkonsumenten genutzt werde, unter diesen „Strike“-Preis falle, zahle Italien den Wasserstoffproduzenten die Differenz. Übersteige der Preis den Stichpreis, zahlten die Begünstigten die Differenz an den italienischen Staat. Das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2029.
Nach Angaben der Kommission sei die Hilfe notwendig und angemessen, um die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff für die Dekarbonisierung der Transport- und Industriesektoren zu erleichtern. Sie habe einen Anreizeffekt, da die Begünstigten ohne öffentliche Unterstützung keinen erneuerbaren Wasserstoff produzieren würden.
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Die EU genehmigt ein 6-Milliarden-Euro-Programm Italiens zur Unterstützung der Produktion erneuerbaren Wasserstoffstoffs. © Europäische Union



