(Wien / Österreich) – Österreich beteiligt sich bei der nächsten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank mit bis zu 200 Millionen Euro am Modell „Auction-as-a-Service“. Dieses Instrument ermöglicht es den Mitgliedstaaten, zusätzliche heimische Fördermittel für Unternehmen bereitzustellen, die bei der regulären Auktion Projekte eineichen, aber etwa mangels insgesamt verfügbarer Mittel nicht zum Zuge kommen, obwohl sie genehmigungsfähig wären. Diese Vorauswahl durch die EU verringert den nationalen Verwaltungsaufwand und gewährleistet eine kosteneffiziente Zuweisung.

Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Wir starten die nächste Investitionswelle.“ Das Foto zeigt den Minister bei der Präsentation des APG-Netzentwicklungsplans bis 2035. © BMWET / Holey
Zur Vorbereitung hatte das Wirtschafts- und Energieministerium (BMWET) im Juli und August 2026 eine sechswöchige öffentliche Interessensbekundung durchgeführt. Ziel war es, den Bedarf und das vorhandene Projektpotenzial für eine Teilnahme mit nationalen Mitteln zu erheben. Österreich hat das Instrument bereits bei der EU-Wasserstoffauktion 2024 genutzt. Damals standen bis zu 400 Millionen Euro an nationalen Mitteln zur Verfügung. Vier österreichische Wasserstoffproduktionsprojekte mit einer Elektrolyseleistung von insgesamt 171 Megawatt erhielten Förderzusagen in Höhe von rund 275 Millionen Euro. Die Förderverträge für alle vier Projekte seien laut Wirtschaftsministerium (BMWT) mittlerweile abgeschlossen. Mit der Novelle des Wasserstoffförderungsgesetzes wurde die Grundlage geschaffen, um nationale Zuschüsse im Rahmen der europäischen Auktionen bis 2027 vergeben zu können. „Jetzt starten wir die nächste Investitionswelle, die auch ein wichtiger Bestandteil der Industriestrategie ist“, sagt Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Die nächste EU-weite Wasserstoffauktion startet im Dezember 2026. Auf europäischer Ebene stünden dafür insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Davon seien 350 Millionen Euro für die Produktion von erneuerbaren Kraftstoffen nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO, Renewable Fuels of Non-Biological Origin) vorgesehen. Weitere 150 Millionen Euro sollen für die Produktion von RFNBO-Wasserstoff und/oder elektrolytischem Low-Carbon-Wasserstoff zur Verfügung stehen.
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Österreich beteiligt sich bei der nächsten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank im Dezember mit 200 Millionen Euro am Modell „Auction-as-a-Service“. © Bundeskanzleramt / Andy Wenzel



