(Dresden / Deutschland) – Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM startet in Dresden den Bau eines neuen Prototypenzentrums. Damit wolle man die Voraussetzungen schaffen, um Elektroden für die alkalische Wasserelektrolyse (AEL/AEM) im industriell relevanten Maßstab zu fertigen, weiterzuentwickeln und anwendungsnah zu erproben. 

Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen

Das Zentrum ermögliche es, die Lücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung für neue Elektrodenkonzepte zu schließen. Damit schaffe man eine durchgängige Infrastruktur von der Fertigung großformatiger Elektroden über deren Integration in Elektrolysezellen bis hin zur Erprobung unter praxisnahen Bedingungen.

Den Planungen zufolge entstehe eine Nutzfläche von rund 462 Quadratmetern, davon etwa 369 Quadratmeter Laborfläche, die unmittelbar mit den vorhandenen Labor- und Technikumsflächen verbunden seien. Vorgesehen seien unter anderem Anlagen für Beschichtungs- und Wärmebehandlungsprozesse. Prüfstände mit bis zu 40 Kilowatt Elektrolyseleistung sollen es ermöglichen, „Betriebseigenschaften und Langzeitstabilität von Elektroden im Quadratmetermaßstab zu untersuchen“, so die Wissenschaftler.

„Wir können damit unsere Entwicklungen konsequent vom Werkstoff und der Elektrode bis in industriell relevante Dimensionen überführen“, sagt Thomas Weißgärber, Institutsleiter des Dresdener Fraunhofer IFAM. „Damit schlagen wir eine wichtige Brücke zwischen Forschung und Anwendung und stärken zugleich den Forschungsstandort Dresden im Bereich der Wasserstofftechnologien.“ 

Der Neubau und die Erstausstattung des Prototypenzentrums würden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie durch das Bundesland Sachsen finanziert. Die Investitionssumme wurde nicht genannt. Die Fertigstellung ist für Sommer 2028 vorgesehen.

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Visualisierung des Prototypenzentrums für Elektrolysetechnologien am Fraunhofer IFAM Dresden. © IFAM / Heinlewischer