(Dettingen / Deutschland) – Die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH und Akkodis haben einen „NM20“ genannten PEM-Brennstoffzellenstack auf Basis der PEM-Technologie für den Testlauf vorbereitet. Dabei integriert Akkodis die von EKPO entwickelte Technologie in einen 40-Tonnen-Lkw und verantwortet die Entwicklung sowie den Aufbau des brennstoffzellenelektrischen Antriebsstrangs. Bei den Transportfahrten für ein Logistikunternehmen solle das Fahrzeug reale Betriebsdaten liefern.

Demofahrzeug mit 360 Kilowatt Leistung

Mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt und einer Lebensdauer von mehr als 25.000 Betriebsstunden wurde der NM20 speziell für die Anforderungen des Schwerlastverkehrs entwickelt. Sein auf Industrialisierung und Serienfertigung ausgelegtes Design schaffe die Voraussetzungen für wirtschaftliche Brennstoffzellenlösungen im Fernverkehr. Das Demonstrationsfahrzeug werde mit nur einem einzigen Stack betrieben und erreiche eine Systemleistung von 360 Kilowatt bei Wirkungsgraden von 61 Prozent.

Neue Perspektiven für Wasserstofftechnologie

Für EKPO, einem Joint Venture der Fahrzeugzulieferer Elring Klinger AG (Deutschland) und OPmobility S.A. (Frankreich), sei das Projekt ein „wichtiger Baustein des eigenen System-Engineering-Ansatzes“, sagt Stefan Dwenger, Geschäftsführer von EKPO Fuel Cell Technologies. Dabei werde der Brennstoffzellenstack bereits in einer frühen Entwicklungsphase auf Systemebene eingesetzt und validiert. So ließen sich „Wechselwirkungen zwischen Stack, Balance of Plant, Regelung, Thermomanagement und Hochvoltarchitektur frühzeitig erkennen und gezielt optimieren“. Die gewonnenen Daten unterstützten die Überführung der Technologie in die Serienanwendung.

„Der Weg von der Brennstoffzelle in den realen Logistikbetrieb ist eine anspruchsvolle Integrationsaufgabe“, sagt Thomas Klukas, CEO Akkodis Germany, ein globales Beratungsunternehmen für Digital Engineering und Teil der Schweizer Adecco Group. „Wir verbinden Technologie, Systemarchitektur, Hardware und Software zu einem funktionierenden Gesamtsystem.“ Gemeinsam mit EKPO schaffe man neue Perspektiven für den Einsatz von Wasserstofftechnologie.

Lkw-Betrieb stellt hohe Anforderungen

Der Schwerlastverkehr stelle besonders hohe Anforderungen an Leistung, Effizienz und Zuverlässigkeit alternativer Antriebssysteme. Der nun mit dem NM20 ausgestattete Lkw diene „als mobile Entwicklungs- und Validierungsplattform“. Ergänzend zu Prüfstandsversuchen liefere der Fahrbetrieb Erkenntnisse darüber, wie sich Brennstoffzellentechnologie unter wechselnden Lastprofilen, Umgebungsbedingungen und betrieblichen Anforderungen bewährten.

Die Ergebnisse seien indes nicht auf den Straßengüterverkehr beschränkt. Sie ließen sich auf weitere Anwendungen wie die stationäre Energieversorgung, die Schifffahrt oder Off-Highway-Maschinen übertragen. So schafft das Projekt „eine belastbare Grundlage für zukünftige Wasserstoffanwendungen in unterschiedlichen Märkten und Branchen“.

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Das Demonstrationsfahrzeug wird mit nur einem einzigen Stack betrieben und erreicht eine Systemleistung von 360 Kilowatt. © Elring Klinger AG