(Brüssel / Belgien) – Die Europäische Kommission hat im Rahmen der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank (EHB) neun Wasserstoffproduktionsprojekte ausgewählt. Die Ausschreibung endete am 19. Februar 2026 mit 58 Geboten aus elf Ländern, was zu einer Überzeichnung von mehr als dem Sechsfachen des Budgets von 1,3 Milliarden Euro führte. Die Auktion umfasste auch den Teilaspekt für Wasserstofferzeuger, die Abnehmer im See- und Luftverkehr beliefern.

Die ausgewählten Projekte im Rahmen der erneuerbaren Wasserstoffkraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO). © Europäische Kommission
Kumuliert stehen für alle Vorhaben Mittel in Höhe von rund 1,09 Milliarden Euro aus dem Innovationsfonds aus dem EU-Emissionshandelssystem (EHS) bereit. In sieben Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums sollen mit den Geldern fast 1,1 Gigawatt Elektrolyseurkapazität aufgebaut werden und in den ersten zehn Betriebsjahren über 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff produzieren, so die Institution. Damit ließen sich neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermeiden.

Liste der ausgewählten Projekte im Rahmen des RFNBO-Themas „Low Carbon“. © Europäische Kommission
Bei der Auktion werden erfolgreiche Projekte mit einem Zuschuss ausgezeichnet, um die Preisdifferenz zwischen ihren Produktionskosten und dem Marktpreis zu decken. Ziel ist es, Anreize für die Erzeugung und Nutzung von sauberem Wasserstoff zu schaffen. Nach Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarungen erhalten die neun ausgewählten Projekte für einen Zeitraum von höchstens zehn Jahren eine feste Prämie zwischen 0,44 und 3,49 Euro pro Kilogramm erzeugten, zertifizierten und verifizierten Wasserstoffs.

Liste der ausgewählten Projekte zum Thema Seeschifffahrt. © Europäische Kommission
Die Projekte wurden nach ihrem Angebotspreis eingestuft, was die Höhe der erforderlichen Unterstützung pro Kilogramm erzeugten sauberen Wasserstoffs widerspiegelt. Nach einer Bewertung ihrer Förderfähigkeit und Qualität wurden die Projekte in aufsteigender Reihenfolge des Angebotspreises ausgewählt, bis die verfügbaren Mittel des Innovationsfonds vollständig zugewiesen waren.
1,3 Milliarden Euro für Auction-as-a-Service
Darüber hinaus beteiligen sich Spanien mit weiteren 440 Millionen Euro und Deutschland mit 1,3 Milliarden Euro über die Funktion Auctions-as-a-Service. Diese zusätzlichen kumuliert 1,7 Milliarden Euro ermöglichen es den Mitgliedstaaten, nationale Ressourcen zur Unterstützung von Projekten in ihrem eigenen Hoheitsgebiet zu verwenden, die sich auf die Versteigerung beworben haben. Dies verringert den Verwaltungsaufwand und gewährleistet eine koordinierte und kosteneffiziente Zuweisung öffentlicher Unterstützung
So geht es weiter
Die Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) wird mit der förmlichen Ausarbeitung von Finanzhilfevereinbarungen mit den ausgewählten Projekten beginnen. Dabei werden die endgültigen Bedingungen für die finanzielle Unterstützung bestätigt, einschließlich der gewährten festen Prämie pro Kilogramm Wasserstoff und des Zeitplans für die Umsetzung. Es wird erwartet, dass die Vereinbarungen im letzten Quartal 2026 unterzeichnet werden. Die Pläne müssen innerhalb von zweieinhalb Jahren nach Unterzeichnung der Finanzhilfe den finanziellen Abschluss erreichen und innerhalb von fünf Jahren in Betrieb genommen werden.
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EU vergibt über eine Milliarde Euro an europäische Wasserstoffprojekte. © Europäische Kommission



