(Amsterdam / Niederlande) – Der Projektentwickler Power2X übernimmt den niederländischen Chemikalienhersteller HyCC B.V. Damit erweitere man sein Portfolio für „strategische Projekte in wichtigen Industriebereichen“, sagt Occo Roelofsen, Gründer und CEO von Power2X. HyCC habe ein starkes Portfolio für die Produktion von grünem Wasserstoff in Amsterdam, Delfzijl und Rotterdam.

HyCC will in Rotterdam einen 250-MW-Elektrolyseur entwickeln, der für die Produktion von etwa 25.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr ausgelegt ist. © HyCC
HyCC verkündete vor Jahresfrist die Entwicklung eines „H2Next“ genannten Vorhabens. Das Unternehmen reservierte sich nahe der geplanten Anlandung des Stroms mehrerer Offshore-Windparks ein Grundstück für einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 250 Megawatt auf der Maasvlakte im Hafen von Rotterdam. H2Next sei für die Produktion von etwa 25.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr ausgelegt. Über das geplante nationale Wasserstoffnetz mit Anbindung nach Deutschland und den Delta-Rhein-Korridor wolle man nicht nur niederländische Industriecluster, sondern auch andere Zentren in Nordwesteuropa mit grünem Wasserstoff versorgen. Die Investitionsentscheidung soll den seinerzeitigen Angaben zufolge bis 2028 fallen und ab 2030 die Wasserstoffproduktion starten. Etwaige Projektfortschritte wurde seither allerdings nichts kommuniziert.
HyCC ist ein Joint Venture zwischen der Green Investment Group von Macquarie und dem niederländischen Chemieunternehmen Nobian, das 2021 aus der Chemiesparte von Akzo Nobel hervorging. Power2X konzentriert sich auf sauberen Wasserstoff, erneuerbares Methanol und nachhaltigen Flugkraftstoff (e-SAF).
Foto
Im August erhielt HyCC von der niederländischen Regierung eine Förderzusage für das Elektrolyseprojekt „H2eron“ im Chemiepark Delfzijl. Die Leistung liegt bei 90 Megawatt. © HyCC



