(Oulu / Finnland) – Die finnische Stadt Oulu und das norwegische Unternehmen Hy2gen Nordic AS wollen gemeinsam Produktionsanlagen für Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe (e-Fuels) entwickeln. Standort ist das Industriegebiet auf der vorgelagerten Insel Vihreäsaari. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde jüngst von beiden Seiten unterschrieben. Bereits im November hatte die Stadtverwaltung vorbereitende Planungen genehmigt.

Ari Alatossava (Bürgermeister von Oulu) und Hege Øklandand (Geschäftsführerin von Hy2gen Nordic AS). © Stadtverwaltung Oulu / Jukka Vähälummukka

„Oulu bietet hervorragende Bedingungen für die Entwicklung wasserstoffbasierter industrieller Lösungen“, sagt die Geschäftsführerin von Hy2gen Nordic AS Hege Økland. Die Absichtserklärung schaffe „eine gute Grundlage für die kommende Kooperationsvereinbarung“, die noch in diesem Jahr unterzeichnet werden solle. Damit könne man in die Detailplanung gehen und über Kosten reden.

Oulu sei zum bedeutendsten Zentrum für die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen in der Ostseeregion geworden. Insgesamt gebe es sechs Projekte in der Stadt. Die Zusammenarbeit mit Hy2gen bringe „Investitionen und die Einführung neuer Industrien in die Region“, sagt der Bürgermeister Ari Alatossava.

Muttergesellschaft von Hy2gen Nordic AS ist die deutsche Hy2gen AG. Zu den Produkten gehören erneuerbarer Wasserstoff, Ammoniak, Methanol und Power-to-X-Verfahren für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF). Das Unternehmen betreibt bereits eine erneuerbare Wasserstoff- und E-Methan-Anlage in Deutschland und hat eigenen Angaben zufolge weitere Projektpläne in Frankreich, Norwegen, Kanada sowie Deutschland.

Foto oben
Planungsstandort für Wasserstoff und e-Fuels: Vihreäsaari ist eine Insel vor Oulu und ein wichtiger Import- und Exporthafen am Bottnischen Meerbusen. Verschifft werden dort unter anderem flüssige Brennstoffe, Zement, Getreide und Schüttgüter. © Port of Oulu