(Wien / Österreich) – Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV AG und die staatliche Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) haben einen Fördervertrag für die geplante Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Bruck an der Leitha (Niederösterreich) unterzeichnet. Demnach bekommt OMV Mittel in Höhe von 123 Millionen Euro. Das Vorhaben mit einer Leistung von 140 Megawatt wurde zuvor von der Europäischen Wasserstoffbank (European Hydrogen Bank, EHB), positiv bewertet und für eine Förderung empfohlen.
Inbetriebnahme für Ende 2027 geplant
Nach Angaben von Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV, investiere das Unternehmen einen mittleren dreistelligen Millionen-Betrag. Die Anlage solle Ende 2027 in Betrieb gehen und zähle dann zu den fünf größten in Europa. Wie berichtet, produziert OMV damit künftig jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff mittels Wind- und Solarenergie sowie Wasserkraft. Die Anlage werde über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der Raffinerie Schwechat verbunden.
Im November 2025 haben OMV und die Abu Dhabi Future Energy Company PJSC (Masdar) eine Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures (JV) unterzeichnet, das die Finanzierung, die Errichtung und den Betrieb der Elektrolyseanlage in Bruck sichern soll. Der Abschluss des JV wird für Anfang 2026 erwartet.
„Diese Mega-Investition der OMV“ stärke den Industrie- und Energiestandort Niederösterreich nachhaltig, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „In Bruck an der Leitha entsteht damit eine der größten Elektrolyseanlagen Europas.“
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OMV Raffinerie Schwechat / © OMV Aktiengesellschaft




