(Göteborg / Schweden) – Das norwegische Wasserstoffunternehmen Hydrogen Solutions AS (HYDS) plant den Bau einer Elektrolyseanlage und damit die Herstellung von grünem Wasserstoff im Hafen von Göteborg. Die Leistung liegt den Angaben zufolge bei fünf bis zehn Megawatt, die Tagesproduktion damit bei zwei bis vier Tonnen, was einem Energiegehalt von etwa 20.000 Litern Diesel entspreche. Die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Die endgültige Investitionsentscheidung solle im ersten Halbjahr 2027 getroffen werden, sagt HYDS-Geschäftsführer Frode Kirkedam.
Bau ist bereits genehmigt
HYDS übernimmt das Projekt vom norwegischen Energieunternehmen Statkraft, das im Jahr 2021 mit der Hafenverwaltung eine Vereinbarung traf, um die Bedingungen für die Wasserstoffproduktion im Hafengebiet zu untersuchen. Inzwischen sei das Genehmigungsverfahren für den Bau des Elektrolyseurs abgeschlossen und HYDS hat mit der Projektgesellschaft Statkraft Hydrogen Göteborg AB auch den Pachtvertrag erworben, die Umweltgenehmigung für die Anlage sowie die Abkommen zur externen Finanzierung.
So fördert Klimatklivet, einer Initiative der schwedischen Umweltschutzbehörde, das Vorhaben mit 37,4 Millionen Kronen (3,53 Millionen Euro). Die Mittel verbleiben laut HYDS mit dem Übergang zum neuen Eigentümer im Projekt. Zu den Konditionen machten die Unternehmen keine Angaben.
Übergang zu fossilfreien Kraftstoffen
Göteborg arbeite systematisch daran, eine Infrastruktur aufzubauen, in der „mehrere fossilfreie Kraftstoffe für unterschiedliche Transportbedürfnisse“ zur Verfügung stehen. „Die Produktion von grünem Wasserstoff schafft die Voraussetzungen für den Übergang mehrerer Verkehrsträger im und um den Hafen“, sagt Viktor Allgurén, Leiter Innovation im Hafen von Göteborg.
Innerhalb des Hafengebiets betreibt das Wasserstoffunternehmen Hydri bereits eine öffentliche Wasserstofftankstelle für Fahrzeuge und Maschinen. Mit dem Fortschreiten der Pläne für den Elektrolyseur werde der Hafen über eine komplette Wasserstoffinfrastruktur verfügen – von der Produktion über den Vertrieb bis hin zur Endnutzung.
Im vergangenen Frühjahr entschied Statkraft, sich aus dem Wasserstoffgeschäft in allen Märkten zu verabschieden und sich Kerngeschäften wie Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie zu konzentrieren. „Der Verkauf des Wasserstoffprojekts im Hafen von Göteborg steht im Einklang mit unserer aktualisierten Strategie“, sagt Jakob Norström, CEO von Statkraft Schweden.
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Rendering des Wasserstoffvorhabens von Hydrogen Solutions in Göteborg. © Hydrogen Solutions AS




