(New Plymouth / Neuseeland) – Hiringa Energy hat die Finanzierung für das Kapuni-Projekt in Neuseeland abgeschlossen. Es handele sich dabei um das erste Vorhaben auf der Insel, das Windkraft, industrielle Versorgung mit erneuerbarer Energie und die Produktion von grünem Wasserstoff in großem Maßstab integriert. Der zu installierende Elektrolyseur hat eine Leistung von fünf Megawatt, soll nach Fertigstellung zwei Tonnen grünen Wasserstoff pro Tag produzieren und könne je nach Marktwachstum und Nachfrage hoch- oder heruntergefahren werden. Standort ist der Distrikt South Taranaki an der Westküste des Landes. Zu den Kosten machte das Unternehmen keine Angaben.

Eine von mehreren Hiringa-Tankstellen auf Neuseeland, die mit grünem Wasserstoff beliefert werden. © Hiringa Energy
Für die Stromerzeugung werden vier Windkraftanlagen mit einer Leistung von kumuliert 25,6 Megawatt installiert. Der prognostiziert Jahresrtrag von 100 Gigawattstunden entspreche dem Bedarf von rund 24.000 Haushalten. Der damit gewonnene grüne Wasserstoff soll dann an Tankstellen von Hiringa Energy geliefert werden. Das 2024 eröffnete Netz umfasst derzeit Stationen in Wiri (Süd-Auckland), Te Rapa (Hamilton), Palmerston North sowie Tauriko (Tauranga) und künftig auch die Region Taranaki. Überdies werde der Energieträger einen Teil des bislang verwendeten Erdgases zur Herstellung von Dünger im Kapuni-Werk der Farmer-Kooperative Ballance Agri-Nutrients Ltd. genutzt.

Das Kapuni-Düngemittelwerk der Ballance-Kooperative soll mit grünem Wasserstoff einen Teil des bislang genutzten Erdgases ersetzen. © Ballance Agri-Nutrients Ltd
Die vorbereitenden Bauarbeiten beginnen noch in diesem Monat, wobei sich die erste Phase auf die bauliche Vorbereitung für die Windkraftanlagen konzentriert. Das Projekt soll ab 2027 in Betrieb gehen.
Meilenstein für Energiesektor in Aotearoa
Der Abschluss der Finanzierung ist nach Unternehmensangaben „ein wichtiger Meilenstein für den gesamten Energiesektor in Aotearoa“ – so heißt Neuseeland bei den Māori. „Kapuni ist nicht nur ein Windpark – es ist ein kooperatives und integriertes Energieprojekt, das zeigt, wie starke Partnerschaften zwischen Industrie, Māori und Regierung Innovation, wirtschaftliche Chancen und eine erfolgreiche Energiewende vorantreiben können“, sagt Catherine Clennett, Mitbegründerin und Vorsitzende von Hiringa Energy.
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Visualisierung des Windparks für das Kapuni-Projekt in South Taranaki. Mit dem Ertrag wird künftig unter anderem ein Elektrolyseur zur Herstellung von grünem Wasserstoff gespeist. © Hiringa Energy




