(Bordeaux / Frankreich) – Der französische Stromerzeuger und Hersteller von Brennstoffzellen Hydrogène de France Energy Pty Ltd. (HDF Energy) und die Marine & Ports Division des Schweizer Technologiekonzerns ABB Asea Brown Boveri Ltd. wollen gemeinsam ein leistungsstarkes skalierbares Brennstoffzellensystem für Schiffe entwickeln.

Antrieb mit sechs großen Brennstoffzelleneinheiten, davon vier in Containern: Das onboard „DC Grid-Stromsystem“ von ABB soll das Brennstoffzellensystem nahtlos mit anderen Energiequellen kombinieren sowie Batteriespeicher integrieren. © ABB
Damit solle Schiffseignern, Betreibern, Schiffbauern und Werften eine „saubere wasserstoffbasierte Lösung“ angeboten werden, um etwa Fähren, Kreuzfahrt- und Containerschiffe sowie Flotten für Offshore-Service und Küstenwache anzutreiben und gleichzeitig deren Stromversorgung an Bord zu gewährleisten. HDF Energy werde den Angaben zufolge das Gesamtdesign, die Zertifizierung, mechanische Integration, Fertigung, Tests und Kommerzialisierung der Hochleistungsbrennstoffzellen leiten. ABB obliege die Systemintegration, werde die Kompatibilität mit Schiffsstromsystemen sicherstellen und über sein globales Vertriebsnetz die gemeinsam entwickelte Lösung kommerzialisieren. Ein Pilotprojekt ist 2028/2029 geplant, die Serienproduktion soll ab 2030 starten.

ABB und HDF Energy entwickeln Hochleistungsbrennstoffzelleneinheiten für große Hochseeschiffe (v.l.): Timo Keränen (R&D Product Manager Fuel Cells bei ABB Marine & Ports), Sami Kanerva (Gobal Product Manager Fuel Cells bei ABB Marine & Ports), Saara Kuusisto (Senior Vice President ABB), Hanane El Hamraoui (CEO HDF Energy), Guilain Pédezert, Olivier Papineau (beide HDF Energy). © ABB
Die Vereinbarung basiere auf einem früheren Memorandum of Understanding (MoU) aus dem Jahr 2020. Das Projekt sei Teil der Pläne von HDF Energy zur Entwicklung und Industrialisierung von Multi-Megawatt-Brennstoffzellen für Schiffe und Bahnen sowie Stromerzeugung für das öffentliche Netz. „Hy2Move“ sei als von der EU als Important Projects of Common European Interest (IPCEI) anerkannt und profitiere überdies von der Förderung durch den französischen Staat. Mit Hauptsitz in Frankreich verfügt HDF Energy über Regionalbüros in Lateinamerika, der Karibik, Afrika und der Asien-Pazifik-Region. Seit 2021 ist die Gruppe an der Euronext Pariser Börse notiert. Das Projektportfolio habe einen Wert von über drei Milliarden Euro.
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HDF Energy und die ABB Marine & Ports Division haben eine Vereinbarung zur Entwicklung eines maritimen Brennstoffzellensystems für Schiffen unterzeichnet. © ABB




