(Borre / Norwegen) – Die norwegische Gen2 Energy AS hat sich in der Gemeinde Vefsn eine Elektrolysekapazität mit einer Leistung von insgesamt 195 Megawatt gesichert. Das anfangs auf 87 Megawatt ausgelegte Mosjøen-Projekt soll nach mehreren Phasen im Endausbau täglich 30 Tonnen grünen Wasserstoff liefern. Die generelle Baugenehmigung war bereits im September 2025 erteilt worden. Der Ausbau hänge allerdings von der geplanten Netzentwicklung in der Region Helgeland durch den Energieversorger Statnett ab.
Emissionsreduktion und Wertschöpfung
„Das Projekt und die Anlage werden sowohl während des Baus als auch nach Inbetriebnahme zu Emissionsreduktionen und zur lokalen Wertschöpfung beitragen“, sagt CEO Lena Halvari. „Um die Emissionen im maritimen Sektor erfolgreich zu reduzieren, muss grüner Wasserstoff in großem Maßstab verfügbar sein. Die Kapazitätsreservierung in Nesbruket ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“ Produktionsbeginn ist einer früheren Mitteilung zufolge für das Jahr 2028 geplant.
Der Projektentwickler verfügt eigenen Angaben zufolge über vier Standorte entlang der norwegischen Küste mit einem Gesamtportfolio von 995 Megawatt. Im Jahr 2022 investierte der britische Fonds Hydrogenone Capital Growth plc im Rahmen einer Finanzierungsrunde 3,3 Millionen Pfund (3,9 Millionen Euro) in Gen2 Energy. Im Oktober 2025 unterzeichnete das Unternehmen mit der Hamburger MB Energy Gruppe eine Absichtserklärung zur Entwicklung einer Lieferkette für flüssigen Wasserstoff nach Deutschland. Im November 2024 traf Gen2 Energy mit dem Stahlkonzern Tata Steel, dem Logistiker und Lagerterminalbetreiber Ecolog und dem Hafen von Rotterdam eine Importvereinbarung für Wasserstoff von Norwegen in die Niederlande.
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Skizze der geplanten Anlage, die im Endausbau täglich 30 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren soll. © Gen2 Energy AS




