(Leipzig / Deutschland) – BMW hat in Leipzig mit dem Bau einer rund zwei Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline begonnen. Mit der Fertigstellung wird im ersten Halbjahr 2028 gerechnet. Die Leitung soll das dortige Werk künftig mit dem Wasserstoff-Kernnetz verbinden. Dabei werde die bestehende Erdgasleitung auf Wasserstoff umgestellt sowie eine neue Trasse für Erdgas errichtet. Beide Gase könnten künftig über getrennte Systeme transportiert und genutzt werden, hieß es bereits im Oktober 2025.

„Ankerpunkt für die Wasserstoffwirtschaft“: Michael Kretschmer (Ministerpräsident Sachsen), Petra Peterhänsel (Leiterin BMW Group Werk Leipzig), Christian Hirte (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium © BMW Group

„Mit der neuen Pipeline wird Leipzig zum Ankerpunkt für die Wasserstoffwirtschaft und zu einem der ersten sächsischen Industriestandorte am Wasserstoff-Kernnetz“, sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beim symbolischen Baubeginn. Nach Angaben des Fahrzeugbauers werde der Standort „das weltweit erste Automobilwerk sein, das direkt über eine Pipeline mit Wasserstoff versorgt wird“. Eine vertragliche Vereinbarung wurde dazu hatte BMW im Oktober vergangenen Jahres mit dem regionalen Gasversorger Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH (Mitnetz Gas) und dem Fernleitungsnetzbetreiber Ontras Gastransport GmbH unterzeichnet (mehr dazu).

Medienereignis: Symbolischer Baustart der Wasserstoff-Pipeline im BMW Group Werk Leipzig. © BMW Group

Bereits seit 2013 sind in Leipzig Gabelstapler und Routenzugschlepper mit Brennstoffzellenantrieb in der internen Logistik im Einsatz. Mittlerweile umfasse die Flotte über 230 solcher Fahrzeuge, die an neun Stationen in den Werkhallen mit Wasserstoff betankt werden. Im Oktober 2022 wurde in der Leipziger Fabrik ein bivalenter Brenner in der Lackiererei in Betrieb genommen – mittlerweile seien es elf. Diese könnten flexibel Erdgas oder Wasserstoff verbrennen. 

Das H2-Pipelineprojekt von BMW wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Freistaates Sachsen kofinanziert.

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Die Wasserstoff-Pipeline soll das BMW-Werk Leipzig mit dem künftigen Wasserstoff-Kernnetz verbinden. © BMW Group