(London / Großbritannien) – Hyster und Briggs Equipment UK haben Londons wichtigstem Hafen Tilbury einen mit Brennstoffzellen betriebenen Containerstapler übergeben – den Angaben zufolge der erste, der in einem Hafen des Vereinigten Königreich eingesetzt wird. Das von Hyster „ReachStacker“ genannte Gerät sei nach einem Pilotprojekt in Valencia im letzten Jahr optimiert worden und werde von einem 60 Kilowatt leistenden Motor der Nuvera Fuel Cells, Teil der Hyster-Yale Materials Handling Inc., angetrieben. Der damit erzeugte Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 130 Kilowattstunden gespeichert.
Tank reicht für 12-Stunden-Schicht
Der 32 Kilogramm Wasserstoff fassende und in 30 Minuten zu füllende Tank ermögliche lange Betriebszeiten und eine volle Zwölf-Stunden-Schicht. Bei diesem Pilotprojekt gebe der Anbieter von Flurförderzeugen und Hebebühnen Briggs Equipment Händlersupport mit Service und Wartung. Hyster arbeite dabei eng mit Briggs und dem Hafen von Tilbury zusammen und gebe Expertise für das System vor Ort.

Geo Pura und Forth Ports wollen im Hafen von Tilbury grünen Wasserstoff produzieren. © Thames Freeport Ltd.
Der grüne Wasserstoff werde mit einem Elektrolyseur von Geo Pura Ltd. hergestellt. Die britische Firma und Forth Ports Ltd. hatten im April ihre Zusammenarbeit im kommerziellen Maßstab für den schwerindustriellen Einsatz erklärt. Geo Pura entwirft und fertigt Hydrogen Power Units (HPU), die emissionsfreien Strom liefern und Dieselgeneratoren etwa in Bereichen wie Bauwesen, Infrastruktur und Veranstaltungen ersetzen. Die mit einem Megawatt Leistung solarstrombetriebene Produktionsanlage für Tlbury wird mit zwei Millionen Pfund (2,3 Millionen Euro) von Thames Freeport gefördert.
Im Juni hat die Ballard Power Systems Inc. das 2019 gegründete Unternehmen Geo Pura übernommen. Der US-Hersteller von Elektrolyseuren wurde damit zum Energiedienstleister. Unternehmensschwerpunkte sind nun auch Leasing und Verkauf von HPU sowie von Wasserstoff.
Tilbury gehört zur schottischen Forth Ports Group, die ihre Treibhausgasemissionen bis 2042 auf Null reduzieren will. Die Sonderwirtschaftszone Thames Freeport erstreckt sich über 38 Kilometer entlang der Themse in East London und South Essex, wo Forth Ports mehrere Häfen und Terminals betreibt. Tilbury erhofft sich mit der Kombination von Wasserstoffproduktion und Staplerbetrieb Einsparungen von mehr als 107.000 Kilogramm CO2 pro Jahr.
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Hyster und Briggs Equipment UK haben dem Hafen Tilbury einen mit Brennstoffzellen betriebenen Containerstapler übergeben. © Forth Ports Limited



