(Port Kembla / Australien) – Die australische Agentur für erneuerbare Energien ARENA (Australian Renewable Energy Agency) unterstützt das Vorhaben der Hysata Pty. Ltd. zur Einrichtung einer kommerziellen Elektrolyseur-Produktionslinie in Port Kembla (New South Wales) mit 49 Millionen australischen Dollar (30,4 Millionen Euro). Das sind 50 Prozent der insgesamt veranschlagten Investitionen von 98 Millionen Dollar. 

Auf 200 Megawatt skalierbar

Geplant ist eine Fertigungslinie mit einer Jahreskapazität von 50 Megawatt. Bei steigender Nachfrage sei die Anlage durch einen 24-Stunden-Betrieb auf 200 Megawatt skalierbar. Ein zentrales Merkmal sei die geplante lokale Herstellung von Elektrolyseurkomponenten, darunter Membranen, Anoden und Kathoden. Die alkalische Elektrolyse-Technologie des Unternehmens verbrauche den Angaben zufolge „deutlich weniger Energie“ als herkömmliche Systeme und arbeite mit 95 Prozent Effizienz, was sowohl die Betriebskosten als auch die Komplexität der Infrastruktur senke. 

Hysata ist ein Spin-off der University of Wollongong, deren Forscher an der Entwicklung der Technologie beteiligt sind. Gemeinsam mit der Universität sowie dem staatlichen Anbieter beruflicher Weiterbildung TAFE würden Schulungen, Praktika und andere Maßnahmen für lokale Arbeitskräfte im Bereich sauberer Energie angeboten. Man schaffe voraussichtlich rund 40 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Fertigung, Ingenieurwesen und Technik in der Region Illawarra. 

„Australien hat erstklassige Innovatoren im Bereich saubere Energie, und Hysata ist ein großartiges Beispiel für heimische Technologie mit dem Potenzial, global wettbewerbsfähig zu sein“, sagt ARENA-CEO Darren Miller. Das Projekt werde dazu beitragen, die „australische Innovation vom Labor in die großflächige Fertigung zu verlagern, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig Australiens Fähigkeit stärken, saubere Energietechnologien lokal zu produzieren“.  

Erster kommerzieller Auftrag im Juni

Im Februar 2025 hatte Hysata mit Acwa Power eine Vereinbarung getroffen, um in Saudi-Arabien seine kapillargespeisten Elektrolysetechnologie zu demonstrieren. © Hysata Pty. Ltd.

Im Juni feierte Hysata fünf Jahre nach seiner Gründung die Unterzeichnung des ersten kommerziellen Auftrags. Das System im Megawattbereich werde in der ersten Hälfte des Jahres 2027 an einen namentlich nicht genannten Kunden geliefert. Der Elektrolyseur solle dann „in einem schwer zu dekarbonisierenden Industriesektor“ betrieben werden. Vorausgegangen sei ein Programm zur Demonstration der Technologie in der Praxis, unter anderem beim saudischen Wasser-Infrastrukturunternehmen Acwa Power. Details wurden nicht genannt.

Zu den internationalen Investoren des Unternehmens gehören unter anderem der britische Risikokapitalgeber BP Ventures, der südkoreanische Stahlkonzern POSCO, der australische Pensionsfonds TelstraSuper, die Investmentfirma IDO des Staatsfonds des Sultanats Oman sowie Templewater (Hongkong).

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Im Juni feierte Hysata den fünften Jahrestag seines Bestehens, jetzt bekommt das Unternehmen Fördermittel zum Bau seiner Elektrolyseurfabrik. © Hysata Pty. Ltd.