(Wilhelmshaven / Deutschland) – Uniper will die nächste Entwicklungsphase für den Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven starten. Nach einer Marktbefragung im Mai gebe es nun „ausreichende Kapazitätsreservierungen“, so der Energiekonzern. Der Abschluss der „Expression-of-Interest-Phase“ (EoI) bestätige das Marktinteresse und bilde laut Uniper Hydrogen „die Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts durch die anschließenden Entwicklungs-, Genehmigungs- und Kommerzialisierungsmaßnahmen“. Größenordnungen und Namen nannte der Konzern nicht.

In Wilhelmshaven will Uniper einen „nationalen Knotenpunkt für Wasserstoff“ aufbauen. © Bundesanstalt für Wasserbau
Die nun anstehende Phase 2 umfasse unter anderem die Entwicklung einer Terminalnutzungsvereinbarung. Erst mit der Unterzeichnung komme eine verbindliche Kapazitätsbuchung mit den Interessenten zustande. Sollte der Markt den Bedarf für eine Terminalerweiterung hergeben, ermögliche es der modulare Aufbau des Projekts, die Importkapazität auf einen maximalen Jahresdurchsatz von 2,6 Millionen Tonnen Ammoniak (entspricht etwa 350.000 Tonnen Wasserstoff) zu erweitern. Dazu plane Uniper die Durchführung einer oder mehrerer zusätzlicher Marktbefragungen.
Das Vorhaben hatte der Konzern bereits 2021 verkündet. Seinerzeit hieß es, man wolle in Wilhelmshaven einen „nationalen Knotenpunkt für Wasserstoff“ aufbauen. Geplant sei ein Importterminal für grünes Ammoniak sowie ein „Ammoniak-Cracker“, ein Gerät also, das Ammoniak (NH3) in seine Bestandteile Wasserstoff und Stickstoff zerlegt; zudem eine Elektrolyseanlage in der Größenordnung (nach damaligen Zahlen) von 410 Megawatt. Importterminal und Elektrolyse gemeinsam würden rund 295.000 Tonnen Wasserstoff produzieren (mehr dazu).
Foto oben
Uniper will die nächste Entwicklungsphase für den Wasserstoff-Importterminal Wilhelmshaven starten. © Uniper SE



