(Ingolstadt / Deutschland) – Die Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH hat mit dem Gasfernleitungsnetzbetreiber Bayernets GmbH einen Vertrag zur Reservierung von Wasserstoff-Transportkapazitäten im H2-Cluster „Ingolstadt /HyPipe“ geschlossen. Mit der Anbindung Bayerns an das künftige Wasserstoffnetz setze man „einen wichtigen Impuls“ für die Entwicklung der regionalen Wasserstoffinfrastruktur. Ziel sei es, die Industriestandorte sowie die Region rund um Ingolstadt künftig mit Wasserstoff zu versorgen. Über die reservierten Wasserstoffmengen machten die Unternehmen keine Angaben.

Entwicklung der Cluster und Angebotszonen bis 2030. Die farbigen Korridore zeigen die Möglichkeiten zur Anbindung der anliegenden Kunden. Rote Kreise: Grenzübergangspunkte und H2-Terminals. © Bayernets / Screenshot

Die Initiative verbinde „die Transformation des Raffineriestandorts mit dem Aufbau einer regionalen Infrastruktur“, die künftig Erzeuger, Importkorridore und industrielle Verbraucher miteinander vernetzen solle, sagt Philipp Kaiser, Leiter Business Development bei Bayernoil. Die nunmehr getroffene vertragliche Grundlage schaffe Planungssicherheit und bringe den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur einen entscheidenden Schritt voran, sagt Bayernets-Geschäftsführer Matthias Jenn.

Seit März bieten die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber dem Markt die Möglichkeit, Wasserstoffkapazitäten zu reservieren, um Liefergeschäfte abzusichern. Nach Angaben von Bayernets wurden zum Stichtag 23.07.2026 bei dem Unternehmen Ein- und Ausspeise-Kapazitäten von knapp sechs Gigawatt (GW) reserviert, was eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Veröffentlichung vom 13.05.2026 darstellt. Teils hätten die Anfragen die verfügbaren Kapazitäten überstiegen. Für den Clusterübergangstransport wurden Verträge für Kapazitäten in Höhe von 0,6 GW geschlossen. Darüber hinaus seien weitere Kapazitäten in Höhe von 0,5 GW angefragt und in Prüfung.

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Schaffen vertraglich die Grundlage zur Anbindung des Industrieclusters in Bayern an das Wasserstoffkernnetz (v.l.): Philipp Kaiser (Leiter Business Development Bayernoil), Alexander Struck (Geschäftsführer Bayernoil), Matthias Jenn (Geschäftsführer Bayernets), Richard Unterseer (Bereichsleiter Netzmanagement Bayernets). © Bayernoil / Britta Heidemann-Schöberl