(Saint Denis / Frankreich) – Der französische Betreiber von Wasserstofftankstellen Hysetco und der Fahrdienstleister Uber wollen in Paris innerhalb der nächsten fünf Jahre eine rund 2.000 Fahrzeuge umfassende Flotte von Wasserstofftaxis aufbauen. Dazu investiere Uber eine Summe in nicht genannter Höhe in Hysetco, ein Joint Venture des Wasserstofffonds Hy24 sowie Air Liquide, Total Energies und Toyota. Der japanische Autobauer soll Medienberichten zufolge seine Fahrzeuge des Typs „Mirai“ liefern.

Hysetco, Betreiber von acht Wasserstofftankstellen im Raum Paris, verfügt eigenen Angaben zufolge in der Region Île-de-France bereits über 800 Brennstoffzellentaxis. Das Unternehmen bietet neben Wasserstoffbetankung auch Fahrzeugvermietung sowie Wartung, Reparaturen und Versicherungen an.

Es ist nicht der erste Versuch der Industrie, in Paris Wasserstofffahrzeuge in großem Stil zu etablieren. So verkündete im Sommer 2023 das Automobilkonglomerat Stellantis, es wolle 50 als Taxis konzipierte Fahrzeuge an die frühere Hysetco-Tochter Hype liefern, eine Organisation für Personen mit eingeschränkter Mobilität, die mit einer Plattform für Wasserstoffmobilität nebst Versorgung, Produktion, Verteilung und Nutzung bereits mehrere Jahre lang Wasserstofftaxis betrieben hatte. Bis Ende 2024 hätten es 1.000 solcher Fahrzeuge sein und 2025 weitere 15 Metropolen in das Konzept integriert werden sollen. 

Doch 2025 zerbrachen die Pläne und Hype verkündete, man setze nun auf rein elektrisch angetriebene Taxis. Über die Gründe für die Kehrtwende gibt es unterschiedliche Darstellungen. Diese reichten seinerzeit von internen Streitigkeiten aller Beteiligten über finanzielle Engpässe bis hin zu Vorwürfen, die Wasserstoffproduzenten des Hysetco-Joint-Ventures würden ihre Markposition dazu nutzen, hohe Wasserstoffpreise durchsetzen zu wollen, was die Fahrten unrentabel machte. 

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Uber will in Paris eine Flotte mit rund 2.000 wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen aufbauen. © Hysetco