(Bukarest / Rumänien) – OMV Petrom S.A., größter Energieproduzent in Südosteuropa, erhält das erste Elektrolysemodul für die Produktion von grünem Wasserstoff in seiner nördlich von Bukarest gelegenen Petrobrazi-Raffinerie. Nach Inbetriebnahme würden aus dem dann erzeugten grünen Wasserstoff nachhaltige Flugkraftstoffe (e-SAF) und e-Diesel hergestellt. 

20 Megawatt Leistung im Endausbau

„Dies sei ein wichtiger Schritt zur Umwandlung der Raffinerie in das größte Zentrum für nachhaltige Kraftstoffproduktion in der Region“ und trage zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Landes bei, sagt Radu Căprău, Mitglied des Vorstands von OMV Petrom. Die Gesamtleistung beziffert das Unternehmen im Endausbau auf 20 Megawatt, die übrigen Module würden „in den folgenden Monaten geliefert“. Die Kapazität liege dann bei etwa 3.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr. Für den ersten Bauabschnitt bekommt der Konzern EU-Fördermittel in Höhe von 21 Millionen Euro.

Die Pläne von OMV Petrom, an dem der österreichische Petrochemiekonzern OMV AG die Mehrheit hält, erfordern den Angaben zufolge Gesamtinvestitionen von 750 Millionen Euro. Dies umfasse die e-Fuels-Einheit sowie zwei Wasserstoffproduktionsanlagen mit einer Leistung von kumuliert 55 Megawatt und einem Jahresertrag von 8.000 Tonnen. Die e-Fuels-Jahreskapazität beträgt 250.000 Tonnen. Der Bau begann im letzten Jahr, der Produktionsstart ist für 2028 geplant. 

Die Ausrüstung wird von der Neuman & Esser GmbH aus Deutschland geliefert. Die Integration der Module innerhalb der Petrobrazi-Raffinerie erledigen lokale Zulieferer. 

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In der Petrobrazi-Raffinerie von OMV Petron ist das erste Elektrolysemodul eingetroffen. Der grüne Wasserstoff dient der Produktion von e-Fuels. © OMV Petron S.A.