(Emsland / Deutschland) – Der Landkreis Emsland und der Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) haben die regionale Anbindung an die Wasserstofftransportleitung „Nordsee-Ruhr-Link III“ und damit an das künftige Wasserstoffkernnetz vertraglich gesichert. „Wir haben jetzt die strategischen und infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Über eine Clusterbildung aus Kommunen und regionaler Wirtschaft beginne zudem der Austausch und die Vernetzung sowie die schlussendliche Ermittlung von Wasserstoffpotenzialen.

Karte der Wasserstoffleitung Nordsee-Ruhr-Link III. © Open Grid Europe GmbH
Die rund 122 lange Wasserstofftransportleitung verläuft von Bunde bis ins nordrhein-westfälische Wettringen. Man habe 13 Teilstücke in Vorleistung geplant, abgestimmt und hierfür die Finanzierung in enger Kooperation mit den Gemeinden vorbereitet, sagt Burgdorf. Die Verbindungen entstehen in den Kommunen Papenburg, Rhede, Dörpen, Lathen, Haren (Ems), Meppen, Geeste, Twist, Emsbüren und Salzbergen.
OGE ist seit Oktober 2024 gemeinsam mit weiteren Gasnetzbetreibern von Bundesregierung und Bundesnetzagentur mit dem Aufbau des Wasserstoffkernnetzes beauftragt. Der Nordsee-Ruhr-Link III bilde mit der Wilhelmshaven-Küstenlinie und dem Nordsee-Ruhr-Link I die zentrale Verbindungsroute für den zukünftigen Wasserstofftransport von der Küstenregion in den Nordwesten von Deutschland. Die Bauphase starte Ende des dritten Quartals dieses Jahres. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Doch bedürfe es auch weiterhin einer „klaren politischen Unterstützung für den Wasserstoffhochlauf“, sagt OGE-Geschäftsführer Detlef Brüggemeyer.

Landrat Marc-André Burgdorf (l.) und Detlef Brüggemeyer, OGE-Geschäftsführer, nach der Vertragsunterzeichnung. © Landkreis Emsland
„Das Emsland positioniert sich als zentraler Wasserstoffknoten Deutschlands und treibt mit großen Industrie- und Infrastrukturprojekten aktiv die Energiewende voran“, sagt der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. Mit hohen Investitionen in Elektrolyseure, Pipelines und innovative Anwendungen entstehe eine Schlüsselregion für erneuerbaren Wasserstoff. So werde die Versorgungssicherheit Deutschlands gestärkt und der Aufbau eines nationalen Wasserstoffnetzes entscheidend vorangebracht. Tonne: „Das ist Voraussetzung für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie.“
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Die Vertragsunterzeichnung durch Landrat Marc-André Burgdorf (7. v. l.) und Detlef Brüggemeyer, OGE-Geschäftsführer (8. v. l.) fand im Beisein von Bürgermeistern der beteiligten emsländischen Kommunen sowie weiteren geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. © Landkreis Emsland




