(Berlin / Deutschland) – Die Salzgitter AG bekommt vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) weitere rund 322 Millionen Euro zur Umsetzung ihres Vorhabens zur Produktion von Stahl mittels Wasserstoff. Die Europäische Kommission habe die ergänzenden Mittel beihilferechtlich genehmigt, so das BMWE.

Die Salzgitter AG will im Rahmen von „Salcos“ mittels Ökostrom grünen Wasserstoff herstellen. Damit wird aus Eisenerz in einer Direktreduktionsanlage Eisenschwamm produziert. Daraus wiederum entsteht in einem Elektrolichtbogenofen Rohstahl zur Weiterverarbeitung. © Salzgitter AG
Das Projekt mit dem Namen „Salcos“ (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) hatte bereits im Jahr 2023 als „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) einen Förderbescheid in Höhe von einer Milliarde Euro erhalten. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent durch den Bund und zu 30 Prozent durch das Land Niedersachsen.
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Ziel ist es, die Anlagen in Salzgitter in drei Stufen von der klassischen Hochofenroute auf eine CO2-arme Rohstahlproduktion umzustellen. Drei mit Kokskohle befeuerte Hochöfen werden dafür mit wachsendem Einsatz von Wasserstoff durch eine Kombination aus Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen ersetzt. Der Wasserstoff solle unter anderem über einen eigens errichteten Elektrolyseur bereitgestellt werden.

Im Februar 2025 legten Manager von Andritz und der Salzgitter AG den Grundstein für eine der europaweit größten Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff. © Salzgitter AG
Vor Jahresfrist hatte die Salzgitter AG den Grundstein für „eine der europaweit größten Produktionsanlagen“ für grünen Wasserstoff gelegt (wir berichteten). Die Lieferung und Installation der Elektrolyse mit 100 Megawatt Leistung obliegt einer seinerzeitigen Mitteilung zufolge dem österreichischen Maschinen- und Anlagenbauer Andritz AG. Zum Einsatz komme die Druck-Alkali-Technologie des norwegischen Herstellers Hydrogen Pro ASA, an dem Andritz seit April 2024 einen Anteil von 13,8 Prozent hält.
Die Salzgitter AG hat sich zu der Millionenförderung bislang nicht geäußert.
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Der Stahlkonzern Salzgitter AG will bis 2050 nur noch Stahl produzieren, der CO2-arm mittels grünem Wasserstoff hergestellt wird. © Salzgitter AG




