(Madrid / Spanien) – Der Mineralölkonzern Repsol S.A. will einen zweiten Elektrolyseur in seiner Raffinerie in Muskiz nahe Bilbao in Nordspanien installieren. Die Kapazität der 100 Megawatt leistenden Anlage liege bei 15.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr. Die Dresdener Sunfire SE liefert hierfür zehn seiner Druck-Alkali-Module mit einer Leistung von jeweils zehn Megawatt, teilte das Unternehmen mit. Vor Ort werden die Anlagen in die bestehenden Raffinerieprozesse integriert und Teil der regionalen Wasserstoffinfrastruktur.

Industriezentrum von Petronor im baskischen Muskiz. © Repsol S.A.
Bereits 2023 wurde dort ein erster Elektrolyseur mit einer Leistung von 2,5 Megawatt in Betrieb genommen. Die jährlich produzierten 350 Tonnen erneuerbaren Wasserstoffs versorgen im Technologiepark der Stadt Abanto Zierbena die Raffinerie und das Bürogebäude. Betreiber der Anlage ist der Petrochemiekonzern Petróleos del Norte, S. A. (Petronor), an dem Repsol einen Anteil von rund 86 Prozent hält, der Rest gehört der Sparkasse der Provinz Biskaya Bilbao Bizkaia Kutxa. Der Ertrag werde hauptsächlich in der Raffinerie selbst verwendet, ein Teil aber auch im Rahmen des Baskischen Wasserstoffkorridors zur Dekarbonisierung der regionalen Industrie genutzt. Die Investitionen liegen bei 292 Millionen Euro und werden mit 160 Millionen Euro von der EU als wichtiges Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) gefördert. Die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen.
100 Megawatt auch in Cartagena
Im September vergangenen Jahres gab Repsol überdies grünes Licht für seinen ersten großen Elektrolyeur mit 100 Megawatt, der in seinem Gemeinschaftskomplex mit Enagás Renovable in Cartagena im Süden Spaniens installiert wird. Auch hierfür hat Sunfire nun den Lieferauftrag erhalten.
2024 begann der Konzern im Hafen von Bilbao mit dem Bau eines 10-Megawatt-Elektrolyseurs, einer Initiative von Basque Hydrogen, einem Projekt von Petronor, Enagás Renovable und der Basque Energy Agency EVE (Energiaren Euskal Erakundea). Den Druck-Alkali-Elektrolyseur liefert ebenfalls Sunfire. Der Ertrag soll eine Demonstrationsanlage für synthetische Kraftstoffe versorgen, die Repsol gemeinsam mit Aramco noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen will.
Repsol produziert derzeit eigenen Angaben zufolge 60 Prozent des Wasserstoffbedarfs auf der Iberischen Halbinsel und vier Prozent des europäischen Verbrauchs.
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Repsol will in seinem Gemeinschaftskomplex mit Enagás Renovable in Cartagena einen 100 Megawatt leistenden Elektrolyseur für grünen Wasserstoff von Sunfire installieren. © Repsol S.A.




