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	<title>Nordamerika Archive - Power-to-X</title>
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	<description>Informationen zur Energiewende</description>
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	<title>Nordamerika Archive - Power-to-X</title>
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		<title>Air Products plant H2-Tankstellennetz in Nordamerika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 22:30:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>(Lehigh Valley / USA) – Der US-Hersteller von Industriegasen Air Products &#38; Chemicals Inc. hat Pläne zum Aufbau eines Netzwerks von Wasserstofftankstellen in Nordamerika verkündet. Zum einen will der Konzern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(Lehigh Valley / USA) –</strong> Der US-Hersteller von Industriegasen Air Products &amp; Chemicals Inc. hat Pläne zum Aufbau eines Netzwerks von Wasserstofftankstellen in Nordamerika verkündet. Zum einen will der Konzern Edmonton und Calgary in der kanadischen Provinz Alberta miteinander verbinden. Zum anderen sollen Stationen im US-Bundesstaat Kalifornien entstehen.</p>
<div id="attachment_11554" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11554" class="wp-image-11554 " src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/06/w24-Air-Products-2-canada-project-funding-event-Text-AB.jpg" alt="" width="350" height="233" /><p id="caption-attachment-11554" class="wp-caption-text">Air Products erhielt 2022 rund 475 Millionen kanadische Dollar an Fördergeldern für den Wasserstoff-Energiekomplex in Alberta (v.l.): Peter Guthrie, (Energieminister von Alberta), Rachel Smith (CEO Air Products Canada), François-Philippe Champagne (Bundesminister für Innovation, Wissenschaft und Industrie), Seifi Ghasemi (CEO Air Products), Randy Boissonnault (Bundesminister für Tourismus), Aaron Paquette (Stadtrat Edmonton), Karen Principe (Stadträtin Edmonton), Laura Jo Gunter (CEO Northern Alberta Institute of Technology), Malcolm Bruce (CEO Edmonton Global). © Air Products &amp; Chemicals Inc.</p></div>
<p>„Mit reichlich Ressourcen und zukunftsorientierten Regierungen treibt Kanada die Umstellung auf saubere Energie voran&#8220;, sagte Seifi Ghasemi, Vorsitzender, Präsident und Chief Executive Officer von Air Products. Der Ankündigung aus dem vergangenen Jahr, in Westkanada zu investieren, folgten nun die Pläne, eine „Wasserstoffautobahn“ zu entwickeln, welche die beiden größten Städte Albertas verbindet.</p>
<p>An den Stationen entlang des „Queen Elizabeth II“-Highway (QE2) könnten künftig sowohl schwere Nutzfahrzeuge als auch Busse sowie leichte Brennstoffzellenfahrzeuge bedient werden. Konkret sollen sie so ausgelegt werden, dass jeweils bis zu 200 Schwerlastlastwagen oder 2.000 Autos pro Tag zu betanken seien, betont Rachel Smith, Vizepräsidentin und General Manager von Air Products Canada: „In Kanada ist Wasserstoff unerlässlich, um den Transport zu dekarbonisieren, bei dem schwere Nutzfahrzeuge bei extremen Temperaturen lange Strecken zurücklegen.“</p>
<h3><strong>Tankstelle in Edmonton soll 2025 in Betrieb gehen</strong></h3>
<p>Die erste Tankstelle nahe eines sich im Bau befindenden neuen Energiekomplexes von Air Products in Edmonton soll 2025 in Betrieb gehen. Derzeit stehe dort noch temporär eine mobile Anlage. Die permanente Wasserstofftankstelle werde durch eine Million kanadische Dollar (0,6 Millionen Euro) aus einem Infrastrukturprogramm unterstützt.</p>
<div id="attachment_11555" style="width: 1090px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11555" class="wp-image-11555 size-medium" src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/06/w24-Air-Products-3-Schema-Alberta-Text-AB-1080x608.jpg" alt="" width="1080" height="608" srcset="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/06/w24-Air-Products-3-Schema-Alberta-Text-AB-980x551.jpg 980w, https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/06/w24-Air-Products-3-Schema-Alberta-Text-AB-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /><p id="caption-attachment-11555" class="wp-caption-text">Schematischer Aufbau des von Air Products geplanten Energiekomplexes in Edmonton, der sich derzeit im Bau befindet: Imperial Oil scheidet bei der Wasserstoffproduktion aus Erdgas CO2 ab. Der Wasserstoff wird dann zur Stromerzeugung genutzt sowie in das Pipeline-Netz eingespeist, an das eine Reihe von Wasserstoffanlagen und Abnehmer angeschlossen sind. Ein Teil des Wasserstoffs wird verflüssigt und per Trailer an Kunden geliefert. Die bei der Herstellung entstehenden Nebenprodukte werden verkauft. © Air Products &amp; Chemicals Inc.</p></div>
<p>Der neue Komplex wird in eine Anlage der benachbarten Imperial Oil Limited integriert, eine der größten Raffinerien des Landes, die mehrheitlich zum ExxonMobil-Konzern gehört. Imperial stellt erneuerbaren Diesel aus lokal gewonnenen Rohstoffen her, die nicht auf Erdöl basieren. Als Nebenprodukt entstehe ein „biogenes Gas“ (biogenic renewable off-gas, ROG), das als Ausgangsstoff von Air Products verwendet wird, um Erdgas zu verdrängen. Die Anlage werde mit dem Pipeline-Netz des Unternehmens verbunden, um petrochemische Kunden zu beliefern.</p>
<p>„Die Entwicklung und der Einsatz von Wasserstoff bietet eine enorme wirtschaftliche und ökologische Chance für Kanada“, sagt Jonathan Wilkinson, Minister für Energie und natürliche Ressourcen der kanadischen Bundesregierung. Nach Einschätzung von Danielle Smith, Premierministerin von Alberta, würden die Pläne von Air Products „zusätzliche Investitionen“ in der Provinz anregen. Das Land will in fünf Jahren 5.000 Wasserstoff- oder Dual-Fuel-Fahrzeuge auf den Straßen Westkanadas etablieren.</p>
<p>Air Products verfügt derzeit über einen weiteren mobilen Wasserstofftank in der Stadt. Außerdem gibt es eine Anlage am Edmonton International Airport, um die Flotte von Toyotas Mirai-Brennstoffzellenfahrzeuge des Flughafens zu versorgen. Air Products betreibt derzeit drei Wasserstoffproduktionsanlagen in Alberta und eine 55 Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline im Alberta Industrial Heartland. Überdies gibt es eine Produktionsanlage nebst 30-Kilometer-Pipeline-Netzwerk sowie eine Verflüssigungsanlage in Sarnia, Ontario.</p>
<h3><strong>Tankstellennetz in Kalifornien</strong></h3>
<p>Nicht nur in Kanada verfolgt Air Products große Pläne. Der Gasproduzent will auch in den USA ein Wasserstofftankstellennetz aufbauen, das sich von Nordkalifornien bis Südkalifornien erstreckt. „Kalifornien ist führend in der Energiewende und ein erster Wegbereiter, wenn es darum geht, emissionsfreie schwere Transporte in den USA zu verwirklichen“, sagt Eric Guter, Vice President von Air Products, Hydrogen for Mobility.</p>
<p>Auch dort werde die Kapazität so ausgelegt, dass 200 Schwerlastlastwagen oder 2.000 Autos pro Tag betankt werden könnten, sagte Air-Products General Manager Alison Hawkins. Das kalifornische Pipeline-Netzwerk des Unternehmens habe schon 2011 Wasserstoff an die Tankstelle in Torrance geliefert. Derzeit betreibe Air Products sechs Wasserstofftankstellen im Süden des US-Bundesstaates.</p>
<p>Air Products verfügt eigenen Angaben zufolge über praktische Betriebserfahrung mit über 250 Wasserstofftankstellenprojekten in 20 Ländern. Die Technologien des Unternehmens würden in über 1,5 Millionen Tankstellen eingesetzt. Bis 2027 wolle der Konzern weltweit 15 Milliarden Dollar in Megaprojekte für saubere Energie investieren; 2023 lag der Jahresumsatz bei 12,6 Milliarden Dollar 2023.</p>
<p><strong>Foto</strong><br />
Zentrale von Air Products in Pennsylvania. © Air Products &amp; Chemicals Inc.</p>
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		<title>Im vergangenen Jahr wurden in Europa 37 Wasserstofftankstellen eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 23:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>(München / Deutschland) – Im vergangenen Jahr wurden in Europa 37 neue Wasserstofftankstellen eröffnet, zwölf weitere in Japan, 29 in Südkorea und sieben in Nordamerika. Ende 2023 waren weltweit 921 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(München / Deutschland) –</strong> Im vergangenen Jahr wurden in Europa 37 neue Wasserstofftankstellen eröffnet, zwölf weitere in Japan, 29 in Südkorea und sieben in Nordamerika. Ende 2023 waren weltweit 921 Stationen in Betrieb. Mittlerweile haben 40 Länder eine Infrastruktur zur Wasserstoffbetankung in Betrieb oder im Bau. Dies geht aus der jährlichen Erhebung der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST) hervor.</p>
<div id="attachment_11000" style="width: 269px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11000" class="wp-image-11000" src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-4-Deutschland-Text-AB-531x675.png" alt="" width="259" height="329" /><p id="caption-attachment-11000" class="wp-caption-text">In Deutschland zählte man Ende 2023 kumuliert 105 Stationen, acht wurden neu eröffnet. © LBST</p></div>
<p>Weltweit gebe es bereits konkrete Pläne für 338 weitere Tankstellenstandorte außerhalb Chinas. Neu hinzugekommen in der Liste der Länder mit in Betrieb oder im Bau befindlichen Wasserstofftankstellen sind Brasilien, Oman und Namibia.</p>
<p>Europa verfügte der Auflistung zufolge zum Jahresende über 265 Wasserstofftankstellen. In Deutschland zählte man kumuliert 105 Stationen, acht wurden neu eröffnet. Frankreich liegt mit 51 aktiven Tankstellen an zweiter Stelle in Europa, gefolgt von den Niederlanden mit 22 und der Schweiz mit 17.</p>
<div id="attachment_10999" style="width: 361px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10999" class="wp-image-10999 " src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-3-Europe-2024-Text-AB.jpg" alt="" width="351" height="248" /><p id="caption-attachment-10999" class="wp-caption-text">Europa verfügte zum Jahresende über 265 Wasserstofftankstellen. © LBST</p></div>
<p>Rund 92 Prozent der 2023 in Europa neu eröffneten Wasserstofftankstellen seien für die Betankung von Pkw und schweren Nutzfahrzeugen ausgelegt (2019: 27 Prozent). Insgesamt eigneten sich fast 40 Prozent der Stationen für beide Kategorien. In Deutschland würden derzeit 28 der bestehenden Anlagen für die Betankung schwerer Nutzfahrzeuge modernisiert.</p>
<div id="attachment_10998" style="width: 1090px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10998" class="wp-image-10998 size-medium" src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-2-world-2024-Text-AB-1080x534.jpg" alt="" width="1080" height="534" srcset="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-2-world-2024-Text-AB-1080x534.jpg 1080w, https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-2-world-2024-Text-AB-980x484.jpg 980w, https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2024/02/w08-Tankstellen-2-world-2024-Text-AB-480x237.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw" /><p id="caption-attachment-10998" class="wp-caption-text">Ende 2023 waren weltweit 921 Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb. © LBST</p></div>
<p>In Asien ist insbesondere China sehr aktiv: Dort zählte man insgesamt 197 Wasserstofftankstellen. Allerdings könnte die „tatsächliche Zahl noch höher liegen“, so LBST, denn die Informationsquellen wiesen ein erhebliches Maß an Unsicherheit auf. Darüber hinaus seien dort viele fertiggestellte Tankstellen aufgrund fehlender regionaler Betriebsgenehmigungen noch nicht in Betrieb. In Japan zählte LBST 166 Wasserstofftankstellen, in Südkorea war Ende 2023 die Betankung von Fahrzeugen an 174 Standorten möglich.</p>
<p>Nordamerika hat im vergangenen Jahr sieben neue Tankstellen eröffnet. In Kanada seien es somit jetzt insgesamt acht, in den USA 92, davon 75 in Kalifornien.</p>
<p><strong>Auf <a href="https://www.h2stations.org" target="_blank" rel="noopener">www.H2stations.org</a> gibt einen umfassenden Überblick zu allen Wasserstofftankstellen, sowohl zu in Betrieb befindlichen und geplanten als auch stillgelegten.</strong></p>
<p><strong>Foto</strong><br />
Wasserstofftankstelle mit Zapfsäulen für Pkw und schwere Nutzfahrzeuge. © Watèa by Michelin</p>
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		<title>Nikola verkündet Straffung des Geschäfts nach verlustreichem ersten Quartal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2023 05:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(Phoenix / USA) – Der US-Fahrzeugbauer Nikola Corporation will seine Marktstrategie für Nordamerika ändern. „Wir haben das Geschäft neu priorisiert“, erklärte das Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung des Finanzberichts für die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://power-to-x.de/nikola-verkuendet-straffung-des-geschaefts-nach-verlustreichem-ersten-quartal/">Nikola verkündet Straffung des Geschäfts nach verlustreichem ersten Quartal</a> erschien zuerst auf <a href="https://power-to-x.de">Power-to-X</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(Phoenix / USA) –</strong> Der US-Fahrzeugbauer Nikola Corporation will seine Marktstrategie für Nordamerika ändern. „Wir haben das Geschäft neu priorisiert“, erklärte das Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung des Finanzberichts für die ersten drei Monate dieses Jahres.</p>
<p>Demzufolge stieg der Umsatz im ersten Quartal 2023 auf 11,1 Millionen Dollar (10,2 Millionen Euro) im Vergleich zu 1,8 Millionen Dollar im ersten Quartal des Vorjahres. Doch stieg auch der Nettoverlust: auf rund 169 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) gegenüber knapp 153 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum. Nach Bekanntgabe der Zahlen fielen die Nikola-Aktien an der Technologiebörse Nasdaq in der letzten Woche (KW 19) um knapp 13 Prozent von 0,98 Dollar auf zunächst 0,86 Dollar, um dann weiter auf den bis dahin tiefsten Stand von 0,71 Dollar abzustürzen. Den bisherigen Höchststand hatte die Aktie am 19. Juni 2020 mit seinerzeit 65,90 Dollar.</p>
<h3><strong>Anteil am Europa-Joint Venture verkauft</strong></h3>
<p>Das Unternehmen wolle sich künftig „auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir Wettbewerbs- und Erstanbietervorteile haben“, sagt der Geschäftsführer Michael Lohscheller. So werde der 50-Prozent-Anteil am europäischen Gemeinschaftsunternehmen an den italienischen Lkw-Hersteller Iveco Group N.V. verkauft.</p>
<p>Die beiden Firmen hatten das <a href="https://power-to-x.de/nikola-motors-will-im-2-quartal-prototyp-des-wasserstoff-lkws-tre-vorstellen/" target="_blank" rel="noopener">Joint Venture</a> 2019 gegründet, um im Iveco-Werk in Ulm das Lkw-Modell „Tre FCEV“ zu produzieren. Die Veräußerung des Anteils bringe Nikola 35 Millionen Dollar in bar, außerdem gebe Iveco 20,6 Millionen Nikola-Stammaktien zurück. Iveco bleibe indes auch in Zukunft ein Schlüssellieferant sowie bedeutender Aktionär und werde sich auf den europäischen Markt konzentrieren.</p>
<h3><strong>Stärkung auf dem US-Markt</strong></h3>
<p>Demgegenüber sei der nordamerikanische Markt für Nikola lukrativ, erklärt das Unternehmen. So hätten die USA mit dem Inflation Reduction Act und starken Anreizprogrammen für emissionsfreie Lkw und Infrastruktur in Staaten wie Kalifornien, New York, New Jersey, Colorado und Washington gute Positionen für Hersteller von schweren Nutzfahrzeugen geschaffen.</p>
<p>Überdies haben viele Bundesstaaten strenge Vorschriften eingeführt. In Kalifornien beispielsweise dürfen ab Januar 2024 nur noch emissionsfreie Transportfahrzeuge beim California Air Resources Board (CARB) neu registriert werden. Die Behörde wurde bereits 1967 vom damaligen kalifornischen Gouverneur Ronald Reagan gegründet und hat die Aufgabe, die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. Im nächsten Schritt müssen bis 2035 in Kalifornien alle Transportfahrzeuge, die Seehäfen und Verladebahnhöfe anfahren, emissionsfrei sein.</p>
<h3><strong>Fokus auf Tankstellen und FCEV</strong></h3>
<p>Nikola will sich daher auf den nordamerikanischen Markt mit Brennstoffzellen-Lkw (FCEV) konzentrieren, auf das „Hyla“ genannte Wasserstofftankstellensystem sowie auf Technologien zur Fahrzeugsteuerung und Software. So hatte das Unternehmen Anfang Mai mit dem Betreiber von Tankstellen und Ladestationen Voltera Power vereinbart, in den nächsten fünf Jahren bis zu 50 <a href="https://power-to-x.de/nordamerika-bekommt-50-weitere-wasserstofftankstellen/" target="_blank" rel="noopener">Hyla-Stationen</a> für den US-Markt aufzubauen.</p>
<p>Und mit dem australischen Unternehmen Fortescue Future Industries (FFI) des Bergbaumagnaten Andrew Forrest will man „groß angelegte“ Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff in ganz Nordamerika entwickeln.</p>
<h3><strong>Montage von BEV wird unterbrochen</strong></h3>
<p>Die Nachfrage nach den batteriebetriebenen Lastwagen (BEV) sei derzeit indes eher „schleppend“. So habe Nikola im ersten Quartal 63 Stück gebaut, aber nur 31 an Händler ausgeliefert. Der Rest bleibe abrufbar.</p>
<p>„Da wir über einen ausreichenden Bestand an batterieelektrischen Lkw verfügen“, werde man die Produktion in Coolidge (bei Phoenix, Arizona) Ende Mai „vorübergehend unterbrechen“. Die Montagelinie werde so modifiziert, dass sowohl BEV als auch FCEV gefertigt werden könnten. BEV würden nach dem Umbau vorerst nur noch bei Auftragseingang gebaut.</p>
<h3><strong>Mehr Aufträge für FCEV-Lkw</strong></h3>
<p>Für das Segment Brennstoffzellen-Lkw vermeldet Nikola eine Reihe von Auftragseingänge. So gab es Anfang Mai eine Bestellung über bis zu 50 Tre FCEV von dem auch für die US-Regierung arbeitenden Spediteur AJR Trucking.</p>
<div id="attachment_4905" style="width: 359px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4905" class="wp-image-4905" src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2021/04/w16-Iveco-Nikola-qNikola-Corporation-B.jpg" alt="" width="349" height="181" srcset="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2021/04/w16-Iveco-Nikola-qNikola-Corporation-B-980x508.jpg 980w, https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2021/04/w16-Iveco-Nikola-qNikola-Corporation-B-480x249.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, 100vw" /><p id="caption-attachment-4905" class="wp-caption-text">Nikolas Wasserstofftrucks Nikola Two, Nikola Tre und Nikola One. © Nikola Motor Company</p></div>
<p>Zudem seien die ersten zwei von zehn „Gamma“-Brennstoffzellenfahrzeugen fertig gestellt worden. Die restlichen acht würden bis Ende Juni produziert. Alle Modelle sollen für Pilotprojekte bei Kunden wie den Einzelhandelskonzernen Biagi Bros und Walmart eingesetzt werden, außerdem bei dem Industriegashersteller Linde und AJR Trucking. Damit gehe auch eine technische Optimierung einher.</p>
<p>„Bis heute haben wir von zwölf Kunden Aufträge für 140 Brennstoffzellen-Lkw erhalten“, heißt es in einer Mitteilung. Man sei „auf Kurs, um im Juli in der Coolidge-Fabrik mit der Serienproduktion zu beginnen“.</p>
<h3><strong>Zukunft von Romeo Power ungewiss</strong></h3>
<p>Der Hersteller prüft zudem eine Umstrukturierung des Geschäfts des vor weniger als einem Jahr übernommenen Batterieherstellers Romeo Power. Nikola hatte Romeo für 144 Millionen Dollar gekauft. Seinerzeit hieß es noch, dass das Unternehmen seine Batterielieferkette stärken wolle. Zwar benötigen auch FCEV Puffer-Batterien, doch sei nun fraglich, ob die angesichts der Finanzlage aus eigener Herstellung stammen müssten. Im Raum steht der Verkauf dieser Vermögenswerte – oder sogar ein Insolvenzantrag.</p>
<div id="attachment_9497" style="width: 359px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9497" class="wp-image-9497" src="https://power-to-x.de/wp-content/uploads/2023/05/w20-Nikola-CEO-Michael-Lohscheller-Video-am-10.5.23-Screenshot-Text-AB.png" alt="" width="349" height="192" /><p id="caption-attachment-9497" class="wp-caption-text">Screenshot: In einer 4-minütigen Videobotschaft umwirbt Nikola-Chef Michael Lohscheller die Aktionäre. Die Jahreshauptversammlung ist für den 7. Juni angesetzt. © Nikola Corp.</p></div>
<p>„Indem wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können, hat Nikola einen First-Mover-Vorteil und kann einen beträchtlichen Anteil des kommerziellen Lkw-Marktes erobern, während wir gleichzeitig ein Wasserstoff-Energiegeschäft aufbauen, das langfristig wachsen kann“, so das Unternehmen.</p>
<p>Am Tag nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen warb Geschäftsführer Lohscheller bereits mit einem <a href="https://vimeo.com/825211097/a208a7af8b?share=copy" target="_blank" rel="noopener">Video</a> um die Zustimmung der Anleger, die Zahl der Nikola-Stammaktien zu erhöhen. Die Hauptversammlung findet am 7. Juni statt.</p>
<p><strong>Foto</strong><br />
Nikola-Zentrale in Phoenix, Arizona: Das Unternehmen will sich im nordamerikanischen Markt besser positionieren. © Nikola Corp.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://power-to-x.de/nikola-verkuendet-straffung-des-geschaefts-nach-verlustreichem-ersten-quartal/">Nikola verkündet Straffung des Geschäfts nach verlustreichem ersten Quartal</a> erschien zuerst auf <a href="https://power-to-x.de">Power-to-X</a>.</p>
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		<title>Nordamerika bekommt 50 weitere Wasserstofftankstellen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Lohse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 23:00:04 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(Phoenix / USA) –</strong> Der Betreiber von Tankstellen und Ladestationen Voltera und der US-amerikanische Lkw-Bauer Nikola Corp. planen, in Nordamerika eine Wasserstofftankstellen-Infrastruktur mit bis zu 50 Stationen aufzubauen. Als Zeitrahmen werden die „nächsten fünf Jahre“ genannt.</p>
<p>Die Unternehmen wollen damit eigenen Angaben zufolge „das größte offene nordamerikanische Netz kommerzieller Wasserstofftankstellen schaffen“, das Fahrzeuge verschiedener Hersteller mit Kraftstoff versorge. Voltera werde die Anlagen unter der Nikola-Marke „Hyla“ errichten, besitzen und betreiben, Nikola werde den Wasserstoff liefern und technisches Know-how bereitstellen. Voltera plane, „mehrere Milliarden Dollar“ in EV-Ladeinfrastruktur und Wasserstofftankstellen zu investieren.</p>
<p>Nikola selbst hatte 60 neue Stationen bis 2026 angekündigt. Im Februar erklärte das Unternehmen, es werde unter der Bezeichnung „<a href="https://power-to-x.de/nikola-bringt-wasserstoff-zu-seinen-lkw-kunden/" target="_blank" rel="noopener">Hyla</a>“ eine neue Marke zur Herstellung, Verteilung und Abgabe von Wasserstoff zur Betankung seiner Zugmaschine „Nikola Tre“ etablieren.</p>
<p><strong>Foto</strong><br />
Voltera und Nikola Corp. wollen in Nordamerika 50 Wasserstofftankstellen unter der Nikola-Marke „Hyla“ errichten. © Nikola Corp.</p>
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